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UWG fordert freies WLAN für Raesfeld

Nach Erler Vorbild

Wie der Erler Ortskern soll auch Raesfeld ein offenes WLAN-Netz erhalten. Das beantragt die UWG-Fraktion. Doch deren Idee, dafür Fördergelder einzuwerben, beurteilt die Verwaltung skeptisch.

Raesfeld

, 02.05.2018
UWG fordert freies WLAN für Raesfeld

Ähnlich wie in Erle soll es auch im Raesfelder Ortskern ein freies WLAN geben. Das fordert die UWG-Fraktion. Die Verwaltung schlägt vor, dass auch dort eine Institution oder ein Unternehmen (in Erle war dies die Volksbank) die Koordinierung übernehmen soll. Auch die Mithilfe von Anwohnern soll angestrebt werden. © Foto: Petra Bosse

Da in absehbarer Zeit Raesfeld eine der wenigen Kommunen sein wird, in der jeder Haushalt und jede Firma Zugang zu schnellem Internet per Glasfaser erhält, sei es ein „weiterer Schritt hin zu einer modernen, zukunftsweisenden Gemeinde“, ein offenes WLAN-Netz in Raesfeld zu schaffen, so UWG-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Warschewski. Der Antrag der UWG wird in der Sitzung des Rates am 7. Mai (ab 17.30 Uhr) diskutiert. Die Verwaltung solle prüfen, inwieweit dafür Förderprogramme von Land, Bund oder EU in Frage kommen könnten, so die UWG.

Eine solche Finanzierung komme aus Sicht der Verwaltung nicht in Betracht, führt Daniel Knufmann in der Begründung des Beschlussvorschlags aus. Denn die Förderung bezuschusse in der Regel nur Anschaffungs- und Einrichtungskosten der Hardware. Knufmann: „Laufende Kosten vorhandener Internetanschlüsse können nicht gefördert werden.“ Und: Neben den Betriebskosten seien Instandhaltungs- und Wartungskosten von einer möglichen Förderung ausgeschlossen.

Risiken

Vorstellen kann sich die Verwaltung, mit dem Ortsmarketingverein Gespräche zum Thema aufzunehmen. Einen ähnlichen Antrag hätten die Grünen bereits vor etwa zwei Jahren eingereicht – unter anderem aufgrund haftungsrechtlicher Risiken habe die Gemeinde allerdings von der Einrichtung eines Freifunknetzes abgesehen, so Knufmann. Durch die Abschaffung der sogenannten „Störerhaftung“ seien diese Risiken allerdings mittlerweile ausgeräumt.

„Aus technischer Sicht sollte bei der Errichtung des Netzes eine Einbindung des Einzelhandels und der Anwohner im Raesfelder Ortskern angestrebt werden“, so Knufmann. Durch die Glasfaseranbindung verfüge ein Großteil der Internetanschlüsse im Ortskern über die erforderlichen Bandbreiten, sodass ein Teil der Ressourcen für ein öffentliches Netz genutzt werden könnte.

Nach dem Vorbild der Volksbank Erle solle der Aufbau des WLAN-Netzes von einem Unternehmen oder einer Institution koordiniert werden. „Dies könnte der Ortsmarketing Raesfeld e.V. übernehmen.“ Ehrenamtliche Unterstützung sei für die Einrichtung der Router und Gewinnung von Händlern und Anwohnern, die ihren Internetanschluss zur Verfügung stellen, erforderlich.

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