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Räuber drohte mit schwerem Hammer

Prozessauftakt am Landgericht

BOCHUM Für angeblich 50 Tütchen Haschisch und zwei Handys raubten mehrere Männer einen Drogendealer aus und attackierten dessen Besuch. Dabei kam sogar ein Hammer zum Einsatz. Wegen räuberischer Erpressung muss sich seit Montag ein Bochumer (27) vor Gericht verantworten.

von Von Martina Schuch

, 09.08.2010

Der Mann ist arbeitslos, raucht seit seinem 13. Lebensjahr Haschisch. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte und drei weitere Männer am Abend des 13. März 2009 ihr Opfer und mehrere Gäste in dessen Wohnung überfielen und den Tresor mit Haschisch leerten. Dabei schlug einer der Männer laut Anklage mit einem Hammer und mit einer Holzlatte zu. Er wurde bereits zu vier Jahren Jugendstrafe verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft ist nun davon überzeugt, dass auch der Angeklagte damals mit dem Hammer drohte. Der 27-Jährige gab dazu gestern bereitwillig Auskunft. Man habe zunächst bei dem Dealer in Langendreer geklingelt, um Haschisch zu kaufen. Anfangs sei alles friedlich gewesen. Doch dann sei sein Bekannter ausgerastet und habe sogar zum Hammer gegriffen.  

„Bist Du verrückt, so auf den Jungen loszugehen“, will der Angeklagte noch gerufen und seinem Bekannten den Hammer weggenommen haben. „Ich war in dem Moment schockiert, Herr Richter“, so der Angeklagte im Prozess. Doch das hielt ihn offenbar nicht davon ab, mitzumachen. Auch er habe dann gefordert, den Tresor in der Wohnung zu öffnen, habe auch zugeschlagen – zweimal mit der Faust ins Gesicht des mutmaßlichen Dealers, so der 27-Jährige. Doch mit dem Hammer will er nie gedroht haben.

Genau das hatte aber ein Zeuge zu Protokoll gegeben: „Wenn du den Tresor nicht öffnest, schlage ich dir mit dem Hammer den Schädel ein“, soll der Angeklagte gesagt haben. Der Prozess wird fortgesetzt.