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Rassismusvorwürfe gegen Scotland Yard

London (dpa) Einer der hochrangigsten Polizeibeamten des britischen Königreichs wirft dem weltberühmten Scotland Yard Rassendiskriminierung und Korruption vor.

Rassismusvorwürfe gegen Scotland Yard

Ein britischer Polizist vor dem Scotland Yard-Gebäude in London. (Archivbild)

Einzelheiten einer entsprechenden gerichtlichen Klage will Tarique Ghaffur, der stellvertretende Londoner Polizeichef für zentrale Operationen, nach Angaben der Sonntagszeitung «The Observer» in den nächsten Tagen der Öffentlichkeit vorstellen. Der höchste asiatisch-muslimische Polizist Großbritanniens wolle damit das ganze Ausmaß von Rassismus und Vetternwirtschaft in der Londoner Polizei offenbaren, erklärte Ghaffurs Anwalt Shahrokh Mireskandari.

Dabei gehe es auch um die Vergabe lukrativer Aufträge an Unternehmer, die mit Scotland-Yard-Chef Sir Ian Blair befreundet seien. Bereits früher hatte Blairs 53-jähriger Stellvertreter Ghaffur geklagt, dass dunkelhäutige und asiatische Polizisten ihren Dienst bei der Londoner Polizei in einer «feindlichen und vergifteten Atmosphäre» versehen müssten. Zudem verlangt er eine Untersuchung der Beziehungen Blairs zu mehreren Geschäftsleuten, die Verträge zur Beratung von Scotland Yard bei der Absicherung der Olympischen Spiele in London im Jahr 2012 erhalten haben.

«Dies ist eine massive Klage, die den Polizeichef und dessen "goldenen Kreis" vernichten kann», drohte der Anwalt. Der im ostafrikanischen Uganda geborene Tarique Ghaffur war 1972 mit seinen pakistanischen Eltern nach Großbritannien gekommen. Die Familie musste Uganda verlassen, als der Diktator Idi Amin die asiatische Minderheit des Landes verwies und deren Besitztümer plünderte.

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