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Raub auf offener Straße

15.10.2007

Bochum Sein Leben hing am seidenen Faden. Nur mit viel Glück hatte ein 38-jähriger Bochumer am 13. Juli kurz vor Mitternacht einen brutalen Raubüberfall überlebt.

Die Verletzungen, die er auf einem Parkplatz des Plus-Marktes an der Dorstener Straße durch die Schläge und Tritte zweier Männer davontrug, waren lebensgefährlich. Dass er noch lebt und womöglich nur geringe Folgen des Überfalls davonträgt, verdankt er nur den Ärzten einer Essener Spezialklinik.

Seit gestern müssen sich die beiden mutmaßlichen Täter und ihre mutmaßliche Anstifterin vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Laut Anklage soll das Motiv für den schweren Raub Eifersucht gewesen sein. Weil ihr Freund Affären mit anderen Frauen gehabt haben soll, habe die Angeklagte einige wertvolle Geschenke (eine Breitling-Uhr und ein Navigationsgerät) zurück haben wollen. Sie habe einen der Mitangeklagten beauftragt, die Sachen mit Gewalt zurückzuholen.

Der soll dann mit dem zweiten Mitangeklagten als Verstärkung das Opfer brutal überfallen haben. Während der eine den Mann zusammengeschlagen und -getreten haben soll, soll der andere dessen Wagen ausgeräumt haben. Dabei sollen sie nicht nur die von der Frau "bestellten" Dinge, sondern auch ein Portemonnaie, das Autoradio, einen DVD-Player, ein Dupont-Feuerzeug, sowie Personalausweis und Führerschein mitgenommen haben. Diese Beute hätten sie untereinander aufteilen wollen, so der Staatsanwalt.

Bei der Frau geht die Anklage jetzt nicht davon aus, dass sie einen dermaßen brutalen Überfall geplant hatte. Sie soll heute aussagen. td