Raubkunst-Debatte: Tauziehen um Franz Marc-Gemälde

Erben eines von den Nazis verfolgten jüdischen Sammlers fordern von der Stadt Düsseldorf ein millionenschweres Gemälde des expressionistischen Malers Franz Marc zurück. Das Gemälde „Füchse“ (1913) war 1962 als Schenkung in das städtische Museum Kunstpalast gelangt. „Wir hoffen auf späte Gerechtigkeit, wie viele andere auch“, sagte Ingeburg Breit (88), die Schwiegertochter des einstigen Besitzers Kurt Grawi, der Deutschen Presse-Agentur.

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Düsseldorf

, 09.02.2018, 09:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Frau betrachtet das Gemälde „Füchse“ von Franz Marc. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Eine Frau betrachtet das Gemälde „Füchse“ von Franz Marc. Foto: Marcel Kusch/Archiv

„Es gibt eine Reihe offener Punkte bei der Provenienzforschung“, sagte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) der dpa. „Ich persönlich habe den Willen, dass wir dieses Thema lösen.“

Der Berliner Kaufmann Grawi hatte Deutschland im Jahr 1939 nach mehrwöchiger KZ-Haft mittellos verlassen müssen und war nach Chile emigriert. Das Marc-Gemälde tauchte 1940 in New York auf. Ob Grawi es vor seiner Emigration verkauft hatte, haben Forscher ebenso wenig klären können wie den Weg des Bildes nach New York. Geisel hatte zu dem Fall kürzlich auch Gespräche in New York geführt.