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Raus aus der Sucht

BOCHUM Unwegsam ist das Gelände und matschig. Doch in den Pfützen spiegelt sich Hoffnung: Dass junge Menschen hier, wo eine Suchtklinik entstehen wird, von ihrem Abhängigkeitsproblem loskommen und "trocken" werden.

von Von Sabine Strohmann

, 12.12.2007
Raus aus der Sucht

<p>Die Bürgermeisterinnen von Herne und Bochum, Erika Wagner und Gabriela Schäfer, und der Vorsitzende des AWO-Unterbezirks Ruhr-Mitte, Heinz Drensack, griffen gestern gerne symbolisch zum Spaten. Nach fünf Jahren Vorbereitungszeit wird die Fachklinik endlich gebaut. S.Strohmann</p>

Gestern nahmen Bürgermeisterin Gabriela Schäfer und ihre Herner Amtskollegin Erika Wagner die Schüppe in die Hand, wenn auch nur für den symbolischen Spatenstich für die Fachklinik Ruhr-Mitte. Unterstützt wurden sie von Heinz Drenseck, Vorsitzender des AWO-Unterbezirks Ruhr-Mitte. Die AWO-Tochter Kadesch gGmbH ist Trägerin der "vollstationären Einrichtung zur medizinischen Rehabilitation junger Abhängigkeitskranker bis 25 Jahre" - so der offizielle Titel der Klinik an der Herzogstr. 36.

In der Nähe der Familie

"Es ist eine wichtige Ergänzung unseres Angebots in Bochum", betonte Bürgermeisterin Schäfer in ihrem Grußwort. "Endlich können junge Suchtkranke stationär in der Nähe ihrer Familie behandelt werden", ergänzte Hernes Bürgermeisterin Wagner.

Ende 2008 sollen die ersten 30 jungen Suchtkranken in der Klinik behandelt werden. Das Therapiekonzept hat Peter Schay von der Kadesch gGmbH entwickelt.

Frühzeitig therapieren

"Wir wollen junge Menschen behandeln, sobald ihre Abhängigkeit erkannt wird, um frühzeitig und erfolgreich entgegensteuern zu können", betonte Schay. Mit dieser Spezialisierung ist die Suchtklinik einzigartig in NRW.

Zielgruppe sind junge Menschen bis 25, die aufgrund ihrer Sucht ihr Leben nicht mehr bewältigen können und deren Teilnahme am sozialen und Erwerbsleben gefährdet ist. Allerdings müssen sie Voraussetzungen erfüllen: "Sie müssen die Krankheit für sich erkannt und den Wunsch haben, abstinent zu leben", erklärt Schay. Wer außerdem zur Therapie und der Einhaltung von Grundregeln bereit ist, bekommt die Chance, in bis zu sechs Monaten mit Psychologen und Sozialarbeitern sein Problem in den Griff zu bekommen.