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Real gewinnt Supercup: Rot für Van der Vaart

Madrid (dpa) Mit nur neun Mann hat Real Madrid sich in einem denkwürdigen Finale gegen den FC Valencia den spanischen Superpokal gesichert.

Real gewinnt Supercup: Rot für Van der Vaart

Die Mannschaft von Real Madrid feiert den Gewinn des Supercups.

Trotz der Platzverweise des ehemaligen HSV-Kapitäns Rafael van der Vaart und seines Torjägers Ruud van Nistelrooy schlug das Team von Trainer Bernd Schuster den Pokalsieger im Rückspiel mit 4:2. Dem deutschen Nationaltorwart Timo Hildebrand droht beim FC Valencia nach den vier Gegentreffern die Verbannung auf die Ersatzbank.

Dabei hatte alles darauf hingedeutet, dass der Ex- Stuttgarter nach dem Pokalsieg seiner Valencianer nun im Superpokal einen weiteren Titelgewinn feiern könnte. Die Hildebrand-Elf brachte aus dem Hinspiel einen 3:2-Vorsprung mit und ging im Rückspiel durch David Silva (33. Minute) obendrein in Führung. Sieben Minuten später erhielt der vor drei Wochen für mehr als 15 Millionen Euro vom Hamburger SV nach Madrid gewechselte Van der Vaart nach einem rüden Tackling gegen Juan Manuel Mata die Rote Karte. Das Debüt des Niederländers im Bernabéu-Stadion währte damit nur 40 Minuten.

Das Publikum verabschiedete die «Königlichen» zur Pause mit gellenden Pfiffen in die Kabine. Van Nistelrooy (50./Handelfmeter) glich aus, Real schöpfte Hoffnung, erlitt dann aber den nächsten Rückschlag. Ausgerechnet der Torjäger vom Dienst sah nach einem Foul Gelb-Rot. Doch die Madrilenen gaben sich nicht geschlagen. Im Gegenteil: Angetrieben vom glänzend aufgelegten Arjen Robben starteten sie eine beispiellose Aufholjagd. Sergio Ramos (77.), Rubén de la Red (86.) und Gonzalo Higuaín (89.) schossen drei Tore in zwölf Minuten. Fernando Morientes' Treffer zum 2:4 (90.) hatte nur noch statistische Wert.

«Den Madrilenen gebührt die Goldmedaille für die beste Aufholjagd», befand das Sportblatt «Marca». Schuster verschlug es fast die Sprache. «So etwas habe ich noch nie erlebt, weder als Spieler noch als Trainer», sagte der Real-Coach. Hildebrand traf bei den Gegentoren zwar keine direkte Schuld, der Ex-Stuttgarter wirkte jedoch zuweilen unsicher und ließ mehrere Bälle abprallen.

Ihm sitzt nun ein Top-Rivale im Nacken. Der Brasilianer Renan Brito, für vier Millionen Euro von Internacional Porto Alegre nach Valencia geholt, verfolgte die Partie von der Tribüne aus mit. Der Keeper der brasilianischen Olympia-Auswahl war direkt von Peking nach Madrid gereist. «Renan hätte schon im Bernabéu-Stadion im Tor stehen müssen», meinte die in Valencia erscheinende Zeitung «Levante-EMV» vielsagend. Und das Konkurrenzblatt «Las Provincias» stufte Hildebrand als «einen der schwächsten Akteure» ein.

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