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Regeln für nachträgliche Medaillen an Doping-Leidtragende

Lausanne. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Regeln für nachträgliche Medaillenvergaben nach Disqualifikationen wegen Doping-Vergehen verabschiedet.

Regeln für nachträgliche Medaillen an Doping-Leidtragende

Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, steht bei der Vorstandssitzung in Lausanne am Rednerpult. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE

Danach muss es binnen zwölf Monaten einen Zeremonie für Athleten geben, die im Nachhinein Gold, Silber oder Bronze zuerkannt bekommen, entschied das IOC-Exekutivkomitee in Lausanne. „Das ist eine großartige Sache für die Athleten“, sagte Kirsty Coventry, die Vorsitzende der Athletenkommission des IOC.

In dem verabschiedeten Dokument sind die Einzelheiten des Prozedere der nachträglichen Medaillenvergaben festgelegt. Demnach hat ein Athlet Wahlmöglichkeiten, wann und wo die Siegerehrung für die zunächst entgangene Medaille stattfinden soll: bei den nächsten Olympischen Spielen, einem Großereignis in seiner Sportart oder zum Beispiel im Olympischen Museum in Lausanne.

Bei den Winterspielen im Februar in Pyeongchang hatten nach dem Dopingfall des russischen Curlers Alexander Kruschelnizki die Norweger Kristin Skaslien und Magnus Nedregotten nachträglich die Bronzemedaille erhalten. Die beiden Sportler waren bereits auf dem Weg in die Heimat, wurden aber wieder zurückgeholt und in Pyeongchang im Rahmen der offiziellen Medaillenzeremonie geehrt.

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