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Regierungs-Fuhrpark ist Schutzzone für Verbrennungsmotoren

Berlin. Weit verbreitet sind Elektroautos noch nicht auf deutschen Straßen. Gleiches gilt für den Fuhrpark der Bundesregierung in Berlin. Die Fahrbereitschaft sollte eigentlich zu 20 Prozent aus E-Autos bestehen - davon sind sie derzeit weit entfernt.

Regierungs-Fuhrpark ist Schutzzone für Verbrennungsmotoren

Fahrzeuge der Fahrbereitschaft des Deutschen Bundestags vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Foto: Michael Kappeler

Im Fuhrpark der Bundesregierung sind bisher kaum umweltfreundliche Autos. Insgesamt fahren derzeit nur 2,1 Prozent der Fahrzeuge elektrisch. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der dpa in Berlin vorliegt.

Vor zwei Jahren hatte die Bundesregierung beschlossen, dass künftig mindestens 20 Prozent der Fahrzeuge in ihrem Fuhrpark E-Autos sind. In zwei Drittel der Ressorts wird dieses Ziel aber derzeit verfehlt.

Der Grünen-Verkehrspolitiker Stephan Kühn sprach von „peinlichen Zahlen“. Wenn Deutschland zum Leitmarkt für die Elektromobilität werden solle, müsse die Bundesregierung selbst zum Vorbild werden. Angesichts der industriepolitischen Bedeutung der Elektromobilität für den Automobilstandort Deutschland seien die Zahlen ein „Armutszeugnis“, kritisierte Kühn. „Damit die Elektromobilität in Fahrt kommt, brauchen wir jetzt eine Beschaffungsoffensive für öffentliche Flotten und Fuhrparks.“

Die Elektromobilität in Deutschland kommt trotz Fortschritten nur langsam voran. Als größte Hindernisse gelten die noch geringen Reichweiten der Fahrzeuge, der vergleichsweise hohe Preis sowie eine bisher nicht flächendeckende Ladeinfrastruktur.

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