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Region kann Schutzmasken-Kauf für Kinder nicht umsetzen

Aachen. Die Städteregion Aachen kann den geplanten Kauf von 38 000 Atemschutzmasken, die speziell Kinder bei einem atomaren Ernstfall in Belgien schützen sollen, vorerst nicht umsetzen.

Es gebe keine Masken, die speziell für den Gebrauch durch kleine Kinder entwickelt, geprüft und entsprechend zertifiziert seien, sagte der Sprecher der Städteregion Detlef Funken am Dienstag. Der Verbund aus zehn Kommunen wollte insgesamt 38 000 Staubschutzmasken speziell für Kinder unter zwölf Jahren anschaffen, die im Ernstfall radioaktive Partikel aus der Luft filtern sollen. „Aachener Zeitung“ und „Aachener Nachrichten“ hatten darüber berichtet.

Es sei zweifelhaft, ob das Lungenvolumen von Kindern ausreiche, um verbrauchte Luft über das Ventil der sogenannten FFP 3-Masken ausatmen zu können. Fachärzte würden deshalb von dem Gebrauch durch Kinder abraten.

Die Städteregion bereitet sich nach immer wieder neu bekannt gewordenen Zwischenfällen im Kernkraftwerk Tihange auf einen atomaren Ernstfall vor. Tihange liegt knapp 70 Kilometer von Aachen entfernt.

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