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Regisseur Michael Anderson stirbt mit 98 Jahren

Vancouver/London. Science Fiction, Historiendrama, Kinderfilm: Bis ins hohe Alter war Michael Anderson als Regisseur aktiv. Er wurde fast 100 Jahre alt.

Regisseur Michael Anderson stirbt mit 98 Jahren

Der britische Filmregisseur Michael Anderson ist tot. Foto (2001): Tom Maelsa Foto: Tom Maelsa

Der britische Regisseur Michael Anderson ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Dies berichteten am Samstag die Londoner „Times“ und mehrere US-Medien übereinstimmend.

Bekannt wurde Anderson vor allem mit dem Abenteuerfilm „In 80 Tagen um die Welt“ und dem Science-Fiction-Klassiker „Flucht ins 23. Jahrhundert“.

Anderson, der am 30. Januar 1920 in London geboren worden war, starb den Berichten zufolge bereits am vergangenen Mittwoch. Er hatte zuletzt in der kanadischen Stadt Vancouver gelebt. Anderson war drei Mal verheiratet - seine letzte Ehefrau Adrienne Ellis stammte aus Kanada.

„Ich werde ihn jeden Tag vermissen“, schrieb seine Stieftochter, die Schauspielerin Laurie Holden, am Samstag auf Twitter. „Er war der liebenswürdigste Mensch, den ich in meinem Leben je kannte.“ Sie werde ihm für seine Liebe und seine Ratschläge auf ewig dankbar sein.

Der Film „In 80 Tagen um die Welt“ nach dem Roman des Franzosen Jules Verne gewann fünf Oscars. Das Werk setzte laut US-Magazin „Hollywood Reporter“ in seinem Erscheinungsjahr 1956 eine Vielzahl von Rekorden: So habe Anderson über 2000 Kamera-Einstellungen genutzt - so viele wie kein Regisseur vor ihm. Außerdem soll sein Team für das Werk mehr Flugkilometer zurückgelegt haben als jedes andere bis zu diesem Zeitpunkt. Der Aufwand lohnte sich - an den Kinokassen war „In 80 Tagen um die Welt“ ein großer Erfolg.

Anderson führte auch Regie beim Historiendrama „Papst Johanna“ (1972) mit Liv Ullmann. Sein letztes Werk war 1999 der Kinderfilm „Die neuen Abenteuer des Pinocchio“. Anderson war bei den Arbeiten für die deutsch-britisch-luxemburgische Koproduktion schon fast 80 Jahre alt.

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