Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Pilotprojekt im Kreis Recklinghausen

Reihenuntersuchung an Drittklässlern gestartet

RECKLINGHAUSEN Was passiert, wenn Kinder jahrelang nicht untersucht werden? Ein Pilotprojekt des Bundes will Klarheit schaffen. Eine von drei Testregionen liegt im Kreis Recklinghausen.

Reihenuntersuchung an Drittklässlern gestartet

Die Schulärztin Irina Weimer-Marinic untersucht am 03.11.2014 in einer Grundschule in Castrop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen) ein Mädchen. 600 Schulkinder im Kreis Recklinghausen bekommen künftig in der dritten Klasse Besuch vom Amtsarzt. Der Kreis beteiligt sich an dem Modellversuch des Bundesgesundheitsministeriums und führt eine Gesundheitsuntersuchung an ausgewählten Grundschulen ein.

Die Experten wollen herausfinden, welche gesundheitlichen Folgen es hat, wenn Schüler jahrelang nicht zum Arzt gehen. Denn nach den Früherkennungs- und Schuleingangsuntersuchungen klafft nach Ansicht der Fachleute eine Untersuchungslücke. Der von den Kassen bezahlte Gesundheitscheck bei Teenagern werde deutlich weniger genutzt. Zudem würden Kinder aus ärmeren Verhältnissen oder Familien mit Migrationshintergrund seltener an Untersuchungen teilnehmen.

Im Blickpunkt des Projekts stehen psychische Probleme, Übergewicht, Haltungsschäden, Herz, Zähne, Motorik, Sprache und Verhalten. Checks bleiben aber freiwillig. Die Fachleute gehen davon aus, dass es bei etwa einem Drittel der Kinder Auffälligkeiten geben wird. Das könne die Brille sein, die möglicherweise nicht getragen wird. Auch Fragen zur Ernährung und Bewegung dürften eine Rolle spielen. Den Kindern soll geholfen werden, möglichst gesund und fit durch den Schulalltag zu gehen. Die Untersuchung soll nach Sicht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Universität Osnabrück Baustein der schulischen Gesundheitsförderung werden. Teil des Projektes ist es auch, die Schulen besser in die Gesundheitsförderung einzubeziehen. Die Schulen sollen erfahren, mit welchen gesundheitlichen Problemen ihre Schüler zu kämpfen haben, um gezielter Lösungen zu finden. Flächendeckende Arztbesuche an Grundschulen gibt es bislang in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Dort würden hohe Teilnehmerquoten erreicht, hieß es in der Machbarkeitsstudie des Projekts.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Freundin erwürgt

Lebenslange Haft für Münsterländer Schausteller

Münster Es klingt wie die Geschichte aus einem Kriminalroman. Ein Kirmes-Schausteller verliebt sich in eine Besucherin. Dann bestiehlt er sie und bringt sie schließlich um. Unfassbar: Erst im Krankenhaus starb das Opfer. Zwischen der Tat und dem Tod beklaute der Schausteller aus Recke im Kreis Steinfurt seine Freundin erneut. Da kam das Urteil nun wenig überraschend.mehr...

Rockerclub verboten

Razzia bei den Hells-Angels: Keine Festnahmen

DÜSSELDORF Das NRW-Innenministerium hat am Mittwochmorgen das Hells Angels Chapter in Erkrath sowie deren Unterstützerorganisation Clan 81 Germany verboten. Bei mehreren Razzien in 16 Städten in NRW beschlagnahmten Polizisten daraufhin Motorräder, Waffen und Bargeld.mehr...

Überblick mit Fotos

Bilder des Tages: Rot gefärbte Hunde beißen nicht

Deutschland Emotional, spannend, lustig. Jeden Tag fangen Fotografen auf der ganzen Welt spannende Momente mit ihrer Kamera ein. Wir stellen hier unsere Lieblingsbilder vor und erzählen die Geschichte dazu.mehr...

Jamaika-Koalition

Union und FDP optimistisch nach erstem Treffen

BERLIN Nach dem ersten Treffen zwischen Union und FDP schauen beide Parteien optimistisch auf die kommenden Sondierungsgespräche. CDU-Generalsekretär Peter Tauber äußerte sich zuversichtlich über die Zukunft einer möglichen Jamaika-Koalition.mehr...

Erste Neuaufstellung bundesweit

AfD-Fraktion in Iserlohn ist jetzt "Blaue Fraktion"

ISERLOHN. Die AfD hat sich im Iserlohner Rat als „Blaue Fraktion“ nach dem Leitbild von Frauke Petrys „Blauer Partei“ neu aufgestellt. Dem Weg von Alexander Gauland und Co. will sie nicht folgen. Sie hat ganz eigene Ideen, wie die Politik innerhalb der Fraktion in Zukunft gemacht werden soll.mehr...