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Revier darf sich selbst gestalten

Bochum Das Ruhrgebiet wächst zusammen. Aktuelles sichtbares Zeichen: Der regionale Flächennutzungsplan, den Bochum mit fünf anderen Städten entworfen hat und nun mit der Bürgerschaft und politischen Gremien beraten wird.

von Von Sabine Strohmann

, 22.10.2007
Revier darf sich selbst gestalten

Zur Diskussion gestellt: Die regionale Flächennutzungsplanung.

„Endlich schreiben uns nicht mehr drei Bezirksregierungen vor, was wir wo im Ruhrgebiet zu tun und unterlassen haben“, freut sich Stadtplaner Eckard Kröck. Planungsgebiete, die größer sind als fünf Hektar, müssen danach künftig mit den Nachbargemeinden abgestimmt werden.

Mehr Grünflächen

Der Rat der Stadt Bochm hat bereits grünes Licht gegeben. Als letzte der Städte Bochum, Essen, Herne, Mülheim und Oberhausen wird am Donnerstag Gelsenkirchen entscheiden. Danach wird der neue Flächennutzungsplan, den die Planungsgemeinschaft Städteregion Ruhr in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet hat, der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziele des Planes sind es, eine umwelt- und sozialverträgliche Siedlungsentwicklung sicher zu stellen, Standortvoraussetzungen für wettbewerbsfähige Betriebe und Arbeitsplätze zu schaffen, die Wohnbau- und Gewerbeflächenentwicklung zu koordinieren und zu steuern. Gleichzeitig soll ein zusammenhängendes Freiraumsystem erhalten und entwickelt werden. „Bei der Neuplanung haben wir in den drei Bochumer Grünzügen Bebauungsflächen wieder herausgenommen“, erklärt Kröck.

U 35 bis Kemnader See

In den neuen Entwicklungsplan ist für Bochum ein Plus von 7000 Wohnungen vorgesehen (bisher 191 000). An Gewerbeflächen (Büro, Industrie, Einkauf) ein Plus von 136 ha (bisher 1400 ha). In Sachen Verkehr sieht der Plan die seit langem diskutierte und immer wieder abgelehnte Verlängerung der U 35 bis Witten, Kemnader See oder zumindest bis zum Ende der Mensa der Hochschule Bochum Lennershofstraße vor. Die Bezirksvertretungen organisieren bis Mitte Dezember Bürgeranhörungen. Los geht`s am 27. November im Amtshaus Langendreer. Das letzte Wort hat der Rat. 2009 muss der Plan fertig sein.