Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Rhade bleibt dran

Fußball

Die Zahl der ungeschlagenen Teams in der A-Kreisliga Borken schrumpft. Am Sonntag verabschiedete sich der TuS Gahlen mit einem 2:4 im Spitzenspiel beim VfL Reken aus dieser Runde, der nun nur noch Reken und der FC Rhade angehören.

DORSTEN

29.08.2010
Rhade bleibt dran

Keine Tore gab's in Raesfeld bei der "Mutter aller Derbys" gegen Erle.

„Wir haben 0:0 verloren“, ärgerte sich Erles Trainer Robert Glombik nach dem Unentschieden und sein Raesfelder Pendant Jürgen Bülten konnte ihm da nur zustimmen. Vor allem, nachdem Raesfelds Stefan Solbach nach versuchtem Nachtreten zu Recht die rote Karte gesehen hatte, hatten die Erler durch Jonas Rottmann glasklare Chancen. „Erle war in den Zweikämpfen giftiger. Für ein Derby haben wir einfach zu wenig gezeigt“, erklärte Jürgen Bülten. Erst in der zweiten Halbzeit kam sein Team besser ins Spiel, doch die rote Karte beendete die gute TSV-Phase wieder abrupt.

TuS-Keeper Daniel Wahlers hatte sich seine Rückkehr zu seinem früheren Verein anders vorgestellt. Bei drei VfL-Toren sah er unglücklich aus, angefangen mit dem Rekener 1:0 nach 38 Minuten. Manuel Lindner gelang mit einem Foulelfmeter noch vor der Pause das 1:1 (44.) und nach dem Seitenwechsel gab der TuS zunächst eindeutig den Ton an. Doch dann landete ein Flatterball zum 2:1 im Gahlener Netz (65.) und kurz darauf hieß es sogar 3:1 für Reken (68.). Einem Tor von Ahmed Attris versagte der Schiedsrichter kurz darauf die Anerkennung wegen vermeintlicher Abseitsstellung – der TuS musste weiter anrennen. Frederik Schumacher gelang schließlich der Anschlusstreffer (77.) und Gahlen warf endgültig alles nach vorn. Ein Konter in der Nachspielzeit brachte aber schließlich das 4:2 (94.).

Nach den ersten beiden Spieltagen hatten die Lembecker in Borken schon ein wenig unter Erfolgsdruck gestanden. Doch die anfängliche Verkrampfung löste sich schnell. Spätestens nachdem André Kreienkamp (8.) und Tobi Neuhaus (12.) getroffen hatten, spielten die Gäste wie aus einem Guss. Auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer nach einem Patzer von Keeper Tobi Prevorsek (22.) änderte daran nichts. Felix Geisthövel (31.) und Simon Borgmann (41.) trafen für Lembeck noch vor der Pause, Kreienkamp (61.), Geisthövel (70.) und Tobi Dahlhaus (90.) nach dem Seitenwechsel.

Das Ergebnis spiegelt die Rhader Überlegenheit nur ansatzweise wider. Der drückend überlegene FC hätte weitaus höher gewinnen können, ließ aber reihenweise Chancen liegen. Vor der Pause trafen Stefan Neerfeld per Foulelfmeter (16.) und Matthias Gördes mit einem abgefälschten Schuss (38.) zur beruhigenden 2:0-Führung. Bis zum dritten Tor mussten die Rhader dann aber lange warten. Erst in der 83. Minute stellte Sebastian Jurosch den Endstand her.

Eine äußerste ereignisreiche Partie erlebten die Zuschauer am Wulfener Wittenbrink. Die Gastgeber waren von Beginn an feldüberlegen, sahen sich aber trotzdem einem 0:2-Rückstand gegenüber (2., 25.). Der starke Saban Cetin (35.) und Axel Richter (40.) sorgten aber noch vor der Pause für den Ausgleich. Im zweiten Durchgang legten Arek Knura per Elfmeter nach Foul an Cetin (53.) sowie Cetin selbst (63.) ein 4:2 vor, ehe Gemen wieder auf 4:3 verkürzte (86.). In der 90. Minute sorgte Serdar Ulu schließlich mit dem 5:3 für die endgültige Entscheidung, was zwei Gemener derart erboste, dass sie wegen Meckerns noch Rot sahen.

In der 86. Minute wäre Oliver Dirr noch mit einem Remis zufrieden gewesen, denn da lag sein Team noch mit 0:1 hinten. Doch dann trafen der überragende David Hücker (87.) und Daniel Moritz (89.) doch noch zum verdienten Schermbecker Erfolg. In der ersten Halbzeit hatte der SVS allerdings deutliche Anlaufschwierigkeiten. „Da haben meine Jungs wohl Freitag zu viel bei der Ersten zugeguckt“, nahm es Oli Dirr mit einem Augenzwinkern, denn in der zweiten Halbzeit erspielte sich der SVS Chancen im Minutentakt.

In einem echten Derby hatte der BVH zunächst etwas mehr vom Spiel, ließ Ball und Gegner ganz gut laufen. Dies änderte sich, als Hervests Kai Cipa in der 29. Minute einen Freistoß ans Lattenkreuz nagelte und seine Farben damit aufweckte. Durch einen umstrittenen Foulelfmeter, begangen von Alessandro Roccaro an Henry Florin, gingen die Holsterhausener dann aber doch mit einer glücklichen 1:0-Halbzeitführung in die Kabine. Nach der Pause prüfte Sinan Shabani die Holsterhausener Latte, um sich in der 52. Minute dann mit einer gelb-roten Karte vom Spielgeschehen zu verabschieden. Die Hervester versuchten auch in Unterzahl, Druck auszuüben, was ihnen aber nur bedingt gelang. Chancen waren Mangelware, doch auch der BVH vergab noch die ein oder andere sich bietende Kontermöglichkeit. Aus abseitsverdächtiger Position erzielte Alexander Gäng (72.) den zweiten Treffer für die Elf von Trainer Jörg Florin und brachte die Holsterhausener damit auf die Siegerstraße. Der Hervester Kai Vogler setzte in der 82. Minute noch einmal einen Kopfball auf die Querlatte des BVH- Gehäuses, doch am Ende blieb es bei einem hart erkämpften und alles in allem nicht unverdienten Sieg des BVH.

Nachdem Niko Filipovic und Daniel Kaufmann bereits in den ersten drei Spielminuten nur die Latte trafen, ahnte Spielertrainer Frank Schiel nichts Gutes: „Nach den letzten Spielen und dieser Anfangsphase hab ich schon befürchtet, dass sich das Glück vollends gegen uns gestellt hat!“ Aber in der 21. Minute war dann Malte Hofmann zur Stelle und traf zur 1:0- Führung. Es dauerte nur zehn Minuten, da erhöhte der FC in Person von Leon Bajraktari auf 2:0. Die Rot- Weißen spielten gut und hatten in der ersten Halbzeit weitere Großchancen, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Nach einer roten Karte gegen Polsum (55.) war dann unerklärlicherweise ein Bruch im Spiel zu verzeichnen, der aber im Endeffekt nichts am insgesamt verdienten Sieg der Schiel-Elf änderte.

Schon in der 15. Minute brachte Dominik Königshausen die Schwarz-Gelben mit 1:0 in Führung. Die Hardter spielten diesmal überlegen, gingen aber viel zu fahrlässig mit ihren Chancen um. Martin Müller im Tor der Dorstener musste in der zweiten Halbzeit dann noch zweimal sein Können beweisen, ehe Cenk Öczan in der 85. Minute mit dem 2:0 alles klar machte.