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Riesenrasenspaß in Erle

ERLE Als er seine Idee zu einem Rasenturnier im letzten Herbst vorstellte, wurde Walter Großewilde belächelt. Am Wochenende war es an ihm zu lächeln, denn der 1. Volksbank Erle Rasen Cup war ein voller Erfolg.

03.08.2008
Riesenrasenspaß in Erle

Bestens präpariert waren die Spielfelder an der Westerlandwehr.

Auf den drei Spielfeldern, die Großewilde und sein Team von der Erler Eintracht auf dem Trainingsgelände der Fußballer angelegt hatten, tummelten sich am Samstag 24 Mitglieder beim vereinsinternen Mixedturnier. Für alle war es die erste Bekanntschaft mit Rasen und so gab es natürlich das ein oder andere Aha-Erlebnis. „Man muss zum Beispiel immer zum Ball gehen. Der kommt nicht zu einem“, schilderte Walter Großewilde einen gravierenden Unterschied zum Spielen auf Asche. Zudem nehmen die Bälle gehörig Tempo auf: „Die werden unglaublich schnell!“ Doch letztlich hatten die Akteure sich darauf schnell eingestellt und zeigten sehenswerte Ballwechsel in Serie. Das sportliche Ergebnis stand aber nur an zweiter Stelle, wichtiger war das Erlebnis, einmal einen Hauch von Wimbledon unter den Füßen zu spüren.

Der nächtliche Regen von Samstag auf Sonntag konnte diesen Spaß auch nicht trüben. Die Plätze waren bei Turnierbeginn bereits wieder getrocknet. Einige Lehren zogen die Veranstalter aber trotzdem aus den Regenfällen: „Nächstes Mal nehmen wir für die Linien vielleicht Granulat anstatt Kreide. Das hält bei Feuchtigkeit besser“, erläuterte Walter Großewilde. Die Erler Fußballer hatten ihr Gerät zum Kreiden des Rasenplatzes zur Verfügung gestellt. Der Golfclub Weselerwald half mit einem Spindelmäher aus, denn anders wäre der Rasen nicht bis auf 1,5 Zentimeter herunter zu schneiden gewesen. So griff ein Baustein in den anderen und machte die Turnier-Premiere zu einer rundum gelungenen Sache, die nach Fortsetzung ruft. So sahen es auch der Vorsitzende des Tennisbezirks Münsterland, Jan Bernd Pernhorst, und der Bezirkssportwart Dieter Scherzer, die sich vor Ort ein Bild von der Veranstaltung machten. „Als Herr Großewilde im Herbst seinen Plan vorstellte, haben doch einige Leute gesagt, man solle besser einen Arzt holen“, erinnerte sich Scherzer. Doch die Skeptiker wurde eines Besseren belehrt. „Am Samstag“, schmunzelte Walter Großewilde, „waren einige wohl zum Platz gekommen, um uns zu belächeln. Kurz darauf fuhren sie nach Hause und holten ihre Schläger ...“ 

Am Nachmittag ereilte die Erler dann zwar doch noch der befürchtete englische Regen, doch da hatten die Turnierteilnehmer längst alle Wonnen des Rasentennis auskosten können und auch der Showkampf zwischen Marius Alfs und dem ehemaligen rumänischen Daviscup-Spieler Anton Radev (7:5) hatte die Zuschauer am Mittag begeistert. Trotz des wetterbedingten Abbruchs konnten die Veranstalter des Rasen Cups sich deshalb am Abend zufrieden auf die Schulter klopfen.

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