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Ritterkampf und Krämerei

Die Freie Ritterschaft von Bram lud ein

Wer ein Faible für mittelalterliche Spektakel hat, der kam am Wochenende auf dem Neumarkt auf seine Kosten. Als der Nieselregen aufhörte, wurde es ein buntes, teils gruseliges Erlebnis für die Besucher.

HÖRDE

, 16.10.2016
Ritterkampf und Krämerei

Gevatter Tod begrüßte in Rüstung die kleinen und großen Besucher.

Denn das Wetter hätte den Kämpfer einen Strich durch die Rechnung machen können.

Bei Nässe kein Kampf

Wenn es zu rutschig ist, werden wir unsere Kampfdarbietungen nicht zeigen können“, befürchtete Norbert Meyer von der „Freien Ritterschaft von Bram, Ritter der Grafschaft und Freien Reichstadt Dortmund“ eingangs. Immerhin treten die Hobby-Ritter mit echten, leicht abgestumpften Schwertern an. „Die Gefahr von Verletzungen wäre zu groß.“

Bühne frei fürs Spektakel

Doch die Wolken verzogen sich, machten die Bühne für das Spektakel frei. Meyer, alias „Wieland vom Hombroike, dem Schmied“, eröffnete das „Spektakulum“ unter dem großen Jubel des verehrten Volkes.

Auf Einladung des Vereins „Wir am Hörder Neumarkt“ schlugen die Brambauer sogleich junge Knappen zum Ritter, belohnten sie mit einem historischen Silbertaler und einer Urkunde.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Mittelalterfest

16.10.2016
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Rustikale Leckereien gab es auch.© Foto: Dietmar Bock
Auch Kinder und Jugendliche tauchten mit Kostüm tief in die mittelalterliche Welt ein.© Foto: Dietmar Bock
Kampfgeist zeigten die beiden Ritter bei ihrem Schaukampf.© Foto: Dietmar Bock
Weniger gefährlich war der Kampf mit dem Holzschwert.© Foto: Dietmar Bock
Mittelalterliche Atmosphäre mit Flagge.© Foto: Dietmar Bock
Der Tod wartet auf seinen Auftritt.© Foto: Dietmar Bock
Fachsimpeleien gehören dazu.© Foto: Dietmar Bock
Den Ritterschlag gab es schon für die Jüngsten. Sie bekamen eine Urkunde.© Foto: Dietmar Bock
Wer wollte, konnte eine Schandgeige erstehen.© Foto: Dietmar Bock
Handschlag mit Gevatter Tod.© Foto: Dietmar Bock
Spinnen ist eine Kunst.© Foto: Dietmar Bock
Eine Urkunde besiegelt den Ritterschlag.© Foto: Dietmar Bock
Echte Kreuzritter.© Foto: Dietmar Bock
Wieland von Hombroike alias Norbert Meyer eröffnete das Spektakel.© Foto: Dietmar Bock
Viel buntes Volk belebte den Neumarkt.© Foto: Dietmar Bock

So in den Ritterstand erhoben machten sich jene gleich auf, sich im Schwertkampf – mit Holz-Waffen – zu messen oder beim Tanz um die Burgfräulein zu buhlen. Um den Nachwuchs muss man sich bei der „Freien Ritterschaft von Bram“ keine Sorgen machen.

Ritter Jupp mit 938 Jahren

Vom Zweijährigen über Schüler bis hin zu Jugendlichen sind alle Altersklassen vertreten. Selbst Ritter Jupp, der Älteste seiner Zunft, ließ es sich nicht nehmen, mit 938 Jahren dem Neumarkt seine Aufwartung zu machen. Wegen seines Alters jedoch nur noch in Form eines Skeletts. Mit Spaßeinlagen wie diesen hatten die Rittersleut´ auch ihre Showelemente wie Schwert- und Axt-Kampf ebenso garniert wie Box- und Ringen-Einlagen.

Alte Handwerkskunst

Zudem boten sie „Krämereien“ sowie „Zinnereien“, wie Kreuze, und „Schandgeigen“ feil. Letztere sind hölzerne Fesseln, die vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit verwendet wurden. Sie umschließen Hals und Handgelenke der zu fesselnden Person, wobei sich die Hände hintereinander vor dem Körper befinden. Auf dem Neumarkt kamen sie nicht zum Einsatz. Dort wurden das Mittelalter und alte Handwerkskünste wie das Spinnen einfach nur gefeiert.

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