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Veranstalter sucht Alternativen

"Rock am Ring“: Nürburgring als Standort fraglich

DORTMUND/ FRANKFURT Dem Musikfestival „Rock am Ring“ droht nach 27 Jahren das Aus am Nürburgring. Wegen eines Streits mit den ehemaligen Betreibern der Rennstrecke habe das Land Rheinland-Pfalz dem Veranstalter Marek Lieberberg bislang „keine definitive Terminzusage“ für 2013 geben können. Jetzt sucht Lieberberg nach Alternativ-Standorten.

"Rock am Ring“: Nürburgring als Standort fraglich

Mehr als 85 000 Besucher strömten in diesem Jahr zu »Rock am Ring« - ob das Musikfestival auch 2013 am Nürburgring stattfinden wird, ist derzeit noch unklar.

Das Land – mehrheitlicher Eigentümer der Strecke in der Eifel – hatte den privaten Betreibern Jörg Lindner und Kai Richter Anfang des Jahres wegen ausstehender Pachtzahlungen gekündigt. Die Betreiber wehren sich derzeit gegen diese Kündigung. Zudem streiten sie sich mit der rot-grünen Landesregierung über die Zuteilung der sogenannten „Tourismus-Abgabe“ in Höhe von 3,2 Millionen Euro für sich. Seit April laufen nun Verhandlungen über einen Kompromiss – auch, um einen langwierigen Rechtsstreit zu verhindern, wie Joachim Winkler, Sprecher des Innenministeriums, mitteilte. Wegen dieser ungeklärten Situation sind auch die Verträge mit Lieberberg im Wartestand.  

„Wir brauchen bis spätestens Ende Juli Klarheit, ob ‚Rock am Ring‘ auch 2013 am Nürburgring stattfinden kann“, betonte gestern Lieberberg-Sprecherin Katharina Wenisch im Gespräch mit dieser Zeitung. Ansonsten werde sich der Veranstalter für einen anderen Standort entscheiden müssen – vor allem um die zeitintensiven Planungen für das Festival rechtzeitig angehen zu können. Derzeit, so Wenisch, seien konkrete Buchungen für das Programm vom 7. bis 9. Juni 2013 jedenfalls nicht möglich.

Eine komplette Absage des populären Musikfestivals ist dagegen kein Thema. „Was auch immer passiert: ‚Rock am Ring‘ wird stattfinden“, kündigte Konzertveranstalter Marek Lieberberg an. Nur wo, das ist derzeit noch völlig offen. „Wir schauen bereits nach Alternativen“, bestätigte Wenisch. Neben dem Hockenheimring als möglichem Standort gilt vor allem der Flugplatz Mainz-Finthen als Favorit des Konzertveranstalters. Einen Informationsaustausch mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling habe es bereits gegeben, er stehe der Idee äußerst positiv gegenüber, sagte Wenisch. „Klar ist auf jeden Fall, dass wir im Südwesten bleiben wollen.“ Eine abgespeckte Form des Festivals schloss der Konzertveranstalter dagegen kategorisch aus: „Allein in diesem Jahr hatten wir mehr als 85 000 Zuschauer. Diese Größenordnung ist der Maßstab für jede neue Location“, betonte Wenisch.

Noch hofft man sowohl bei Lieberberg als auch beim Land Rheinland-Pfalz allerdings auf eine Fortsetzung von „Rock am Ring“ am Nürburgring. Beide Seiten zeigten sich gestern optimistisch, eine zeitnahe Lösung zu finden. „Wir sind guter Dinge, dass es eine Einigung mit den Pächtern noch bis Ende Juli geben wird“, sagte Ministeriumssprecher Joachim Winkler. Der ehemalige Betreiber wollte dagegen keine konkrete „Aussage über den Zeitpunkt zur Erreichung einer einvernehmlichen Lösung (…) treffen“, wie Sprecher Karl-Heinz Steinkühler erklärte.

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