Rödinghausen darf auch in Plattdeutsch auf die Ortschilder

Rödinghausen. Die kleine westfälische Gemeinde Rödinghausen darf endlich ihren Namen auch auf Plattdeutsch auf die Ortseingangsschilder schreiben - nämlich „Ränghiusen“. Sie ist damit die erste Gemeinde in NRW, die von Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) die Erlaubnis für eine solche Zusatzbezeichnung bekam, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Der sehr aktive plattdeutsche Gesprächskreis hatte sich nach Angaben der Gemeinde schon mal vor zehn Jahren dafür eingesetzt, „aber da gab es noch keine Rechtsgrundlage dafür“, sagte der zuständige Mitarbeiter Daniel Müller.

Wie man das „Ränghiusen“ ausspricht? „Da braucht man eine plattdeutsche Zunge für“, meinte Müller. Das „i“ klingt wie ein angedeutetes „j“ und das „u“ wird eine Idee länger gesprochen. Viele in der Gemeinde freuten sich über die Nachricht aus Düsseldorf. „Das ist ein Stück kulturelle Identität. Je ländlicher die Gegend ist, desto mehr Plattdeutsch-Versteher gibt es“, sagte Müller. Mundartnamen auf Ortsschildern sind nach Ministeriumsangaben möglich, wenn diese Namen sprachhistorisch in der Gemeinde verwurzelt sind.