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Rollerfahrer war ohne Chance

BOCHUM Er war wie jeden Morgen mit seinem Motorroller auf der Cruismannstraße (Riemke) unterwegs. Doch diesmal nahm ihm ein Transporter-Fahrer die Vorfahrt, riss ihn um. Wochenlang lag der 53-jährige Bochumer im Krankenhaus, bangte zunächst sogar um seinen Unterschenkel.

11.08.2008

Wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilte das Amtsgericht den Fahrer (48) des Transporters gestern zu 1500 Euro Geldstrafe.

Der Unfall passierte im Dezember 2007, gegen 7.50 Uhr. Der Angeklagte wollte mit seinem Transporter nach links in die Cruismannstraße abbiegen. Da rammte er den Rollerfahrer.

An Krücken humpelte der 53-Jährige gestern in den Gerichtssaal. "Ich konnte nicht mehr ausweichen", erinnerte er sich. Zunächst sei sogar von einer Amputation seines Unterschenkels die Rede gewesen. Doch das Bein konnte gerettet werden. 16 Operationen hat der Dreher seitdem hinter sich. Nur zu 75 Prozent kann er sein Bein heute biegen. Jeden zweiten Tag muss er zur Therapie. Bis September darf er sein Bein nicht belasten.

"Ich kann mich nur entschuldigen, es tut mir leid, ich weiß nicht, wie das passieren konnte", erklärte der Angeklagte. Als Augenblicksversagen bezeichnete Amtsrichter Werner Romberg den Unfall: "Das ist so ein typischer Fall, wo jeder von uns Angst hat, dass ihm das passiert", so Romberg.