Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Rosskastanie ist die Arzneipflanze des Jahres 2008

Würzburg (dpa) Die Rosskastanie ist die Arzneipflanze des Jahres 2008. Der Baum hat eine lange Geschichte als Arznei- und Nutzpflanze, Extrakte aus den Samen werden vor allem bei chronischen Venenbeschwerden eingesetzt.

Deshalb habe die Rosskastanie diesen Titel verdient, begründete der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg seine Wahl. Als Arzneimittel kämen die Extrakte auch bei Schweregefühl, Schmerzen, Schwellungen und Juckreiz in den Beinen sowie bei nächtlichen Wadenkrämpfen zum Einsatz. Das sei angesichts von etwa sechs Millionen betroffenen Bundesbürgern medizinisch bedeutsam.

Der Titel «Arzneipflanze des Jahres» wird seit 1999 vom Studienkreis vergeben. Sollen die Samen der Weißblütigen oder Gewöhnlichen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) zu einem Medikament verarbeitet werden, müsse ihnen die wichtigste Wirkstoffgruppe, das Aescin, entzogen und als Extrakt verarbeitet werden. «Aescin (...) dichtet die geschädigten Blutgefäßwände ab, so dass weniger Flüssigkeit aus den Venen ins Gewebe übertritt», hieß es in der Mitteilung. Dadurch werde die Ansammlung von Wasser in den Beinen verringert.

Erstmals wurde die Rosskastanie Mitte des 16. Jahrhunderts in Kräuterbüchern erwähnt. In der europäischen Medizin wurde die Pflanze den Würzburger Wissenschaftlern zufolge schnell zum festen Bestandteil der Tierheilkunde und Humanmedizin. Im Hausgebrauch werde die Rosskastanie insbesondere gegen Durchfall, Hämorrhoiden sowie bei Juckreiz eingesetzt. Diese volkstümliche Verwendung sei aufgrund der Inhaltstoffe zwar nachvollziehbar, es fehlten aber Beweise für die Wirksamkeit, hieß es. Mit der Esskastanie (Castanea sativa) ist die Rosskastanie nicht näher verwandt.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leben : Haus und Garten

Billig-Energiesparlampen enthalten oft zu viel Quecksilber

Berlin (dpa/tmn) Wer etwas für die Umwelt tun möchte, setzt zuhause auf Energiesparlampen. Doch: Billig-Produkte enthalten oftmals zu große Mengen Quecksilber. Das kann bei einer Beschädigung der Leuchte austreten.mehr...

Leben : Haus und Garten

Elbe und Saale sind für viele Fische wieder ein Paradies

Dresden/Jena (dpa) Manche Fischarten hatten Elbe und Saale schon die Schwanzflosse gezeigt. Schlechte Wasserqualität ließ die Bestände zurückgehen. Doch nun liefern beide Flüsse Beweise für eine Umkehr. Experten mahnen aber weitere Anstrengungen zur Renaturierung der Flüsse an.mehr...

Leben : Haus und Garten

Wiederverwertung: Aus Plastikflaschen werden Stiefelspanner

Man muss nicht im Müll kramen, um manches Alte und Kaputte noch mal zu verwerten. Aber man kann sich durchaus der Umwelt zuliebe das Wegwerfen so mancher Dinge sparen und ihnen ein zweites Leben geben.mehr...

Leben : Haus und Garten

Warum Gärtnern ohne Torf so wichtig ist

Berlin (dpa/tmn) Blumenerde ist eines der Produkte, die man kauft, ohne sich vorher groß zu informieren. Was soll an Erde schon schlecht sein für den Garten? Aber viele Substrate enthalten Torf, dessen Abbau Umwelt und Klima schädigt. Die Alternativen muss man aber auch abwägen.mehr...

Leben : Haus und Garten

«Übersehenes Knabenkraut» ist Orchidee des Jahres

Eisenach/Frankfurt (dpa) Es blüht im Verborgenen und blieb - wie der Name schon sagt - lange unentdeckt: Das «Übersehene Knabenkraut» (Dactylorhiza praetermissa) ist «Orchidee des Jahres 2008».mehr...