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Rotes Kreuz: Immer mehr Tote bei Kämpfen in Syrien

Genf (dpa) Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition in Syrien werden nach Angaben von Nothelfern auch immer mehr Zivilisten getötet.

Rotes Kreuz: Immer mehr Tote bei Kämpfen in Syrien

Zerstörungen nach Kampfhandlungen in der Provinz Lattekia. Foto: SANA/ Archiv

In vielen Teilen des Landes habe sich die Lage der Bevölkerung seit Anfang Mai weiter verschlechtert, warnte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Freitag in Genf. Kämpfe würden vor allem in den Provinzen Idlib, Hama und Latakia sowie in den ländlichen Gebieten um die Hauptstadt Damaskus und in geringerem Ausmaß in den Provinzen Aleppo, Daara und Deir as-Saur weiter anhalten.

«Es gab Dutzende von Toten in Al-Hula, Al-Kobeir und Al-Haffa, und auch in anderen von den Kämpfen betroffenen Gegenden verlieren jeden Tag Menschen ihr Leben», heißt es in der IKRK-Mitteilung. «Mehr und mehr Menschen sind dringend auf Hilfe angewiesen», berichtete Alexandre Equey, der stellvertretende Leiter der IKRK-Delegation in Syrien. «In manchen Gegenden sind die Menschen nicht in der Lage, nach draußen zu kommen und Hilfe zu suchen.»

Gemeinsam mit freiwilligen Helfern vom Syrischen Arabischen Halbmond habe das IKRK zwar Tausende von Notleidenden versorgen können. «Doch wir müssen immer wieder zurück und die selben Menschen versorgen, während wir gleichzeitig versuchen, neuen Flüchtlingen zu helfen.» Das IKRK stuft die Kämpfe in Syrien allerdings noch nicht als landesweiten Bürgerkrieg ein. Man bleibe bislang bei der im April vorgenommenen Einschätzung, dass es sich um einen «nicht-internationalen bewaffneten Konflikt in mehreren Gebieten» des Landes handele, erklärte der für Syrien zuständige IKRK-Sprecher Hicham Hassan.

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