Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ruhrtal-Radweg bleibt weiter gesperrt

Steinschlaggefahr

Schlechte Nachricht für Radfahrer: Weil die Stadt Dortmund und die Deutsche Bahn sich uneinig sind, bleibt der Ruhrtal-Radweg vorerst weiter gesperrt. Und es ist aktuell auch nicht abzusehen, wann er wieder freigegeben wird.

SYBURG

von Von Jörg Bauerfeld

, 30.06.2012
Ruhrtal-Radweg bleibt weiter gesperrt

Hier geht's nicht weiter. Der Radweg entlang der Bahnlinie ist auch weiterhin gesperrt.

Es geht um ein knapp 500 Meter langes Teilstück des beliebten Ruhrtalradweges zwischen der Gaststätte Lennemündung und der Syburger Dorfstraße, das seit Januar dieses Jahres gesperrt ist. Der Grund: Steinschlaggefahr. Eine Umleitung ist eingerichtet und führt über Hagener Stadtgebiet.  Wer jetzt hofft, dass diese Umleitung lediglich ein kurzfristiges Intermezzo ist, der liegt daneben. Ein Problem bei der Sache ist die Zuständigkeit. Denn der Hang und der Weg gehören der DB Services Immobilien GmbH. Pächter für beides ist seit 1930 die Stadt Dortmund. Die hat auch die Verkehrssicherheitspflicht und ließ aufgrund des Steinschlags den Radweg sperren. „Der eigentlich kritische Bereich beträgt ungefähr 100 Meter“, sagt Ulrich Finger, Tiefbauamt.

 100 Meter Hang, von dem die Steine bröseln. Laut Vertrag ist der Pächter, also die Stadt Dortmund, für die Sicherung des Hanges zuständig. „Wir sind zusammen mit dem Regionalverband Ruhr, der auch die Radwege betreut, zu der Entscheidung gekommen, den Weg zu sperren“, so Finger.Grundlage dafür war ein Gutachten der Deutschen Bahn, die von einem Fachmann den Hang untersuchen ließ. „Über Inhalte des Gutachtens können wir leider keine Auskunft geben“, so ein Bahnsprecher.

 Wie es um den Zustand des Hanges nun wirklich bestellt ist, da scheint sich die Stadt Dortmund nicht sicher zu sein. „Wir werden das noch einmal kontrollieren lassen. Für uns ist zunächst die Sicherheit das Wichtigste“, so Finger, dabei mache die Bahn Druck auf die Stadt, pocht auf die Einhaltung des Vertrages.  Auch habe die Deutsche Bahn schon einen Rechtsanwalt eingeschaltet. „Wir lassen uns nicht unter Druck setzten, sondern suchen nach einer vernünftigen Lösung“, sagt Finger. Es ginge aber in die Richtung, dass dort etwas angepachtet sei, das wahnsinnige Kosten verursachen könnte. „Die können wir als Stadt nicht aufbringen, deshalb wollen wir auch aus dem Pachtvertrag heraus.“ Das sei aufgrund einer kurzen Kündigungspflicht auch machbar.

 Dann wäre die Deutsche Bahn wieder am Zuge und müsse ihrerseits sehen, was mit dem Stück Fuß- und Radweg geschieht. „Das ist aus Sicht der Radfahrer natürlich eine unglückliche Situation“, gibt Finger zu, aber aus Sicht der Stadt nicht anders machbar. Eine Entscheidung, ob und wann die Sperrung aufgehoben wird, lässt also noch auf sich warten.