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Russlands Biathleten wieder dabei - keine Sanktionen

Kontiolathi. Bei Olympia durften viele russische Biathleten nicht starten. Beim Weltcup in Finnland sind die Skijäger um ihren Star Anton Schipulin wieder dabei. Warum das so ist, erklärt die Generalsekretärin des Weltverbandes IBU.

Russlands Biathleten wieder dabei - keine Sanktionen

Ein prominenter Skijäger, der den Biathlon-Weltcup in Tjumen boykottiert: Staffel-Olympiasieger Sebastian Samuelsson. Foto: Sven Hoppe

Die Russen um ihren Star Anton Schipulin sind im Biathlon-Weltcup wieder dabei. Nachdem wegen des Staatsdopingskandals nur ein Mini-Aufgebot zu Olympia eingeladen worden war, dürfen die russischen Skijäger bei den Weltcup-Rennen wieder ohne Einschränkungen starten.

Sogar das Weltcup-Finale findet Ende März in Russland statt. Nicole Resch, die Generalsekretärin des Biathlon-Weltverbandes IBU, sagt im Interview warum.

Für die Biathleten geht es nach Olympia in Finnland weiter. Dürfen die zu den Winterspielen nicht eingeladenen Russen in Kontiolathi wieder mitmischen?

Nicole Resch: Ja, denn als internationaler olympischer Wintersportverband hat sich die IBU zur Umsetzung und Anwendung des WADA-Codes verpflichtet. Nach dem weltweit gültigen und sportartenübergreifenden Anti-Doping-Regelwerk gibt es keine Sanktionen.

Können Sie erklären, warum Anton Schipulin und die anderen Russen im Weltcup wieder dabei sein dürfen?

Resch: Nach diesem Regelwerk, das für alle olympischen Sportverbände gilt, sind Sanktionen, auch Suspendierungen, klar geregelt. Diese Normen haben wir seit jeher angewendet, um dem internationalen und sportartenübergreifenden Standard zu genügen. Während die Regeln im internationalen Kampf gegen Doping von der WADA gemacht werden, sind unter anderem die internationalen Verbände, wie die IBU für deren Umsetzung und Verwaltung zuständig, während die Rechtsprechung bei den Gerichten, dem Anti-Doping Hearing Panel und dem Internationalen Sportgerichtshof CAS liegt. An dieses demokratische System sind wir gebunden und respektieren es.

Haben Sie vom IOC mittlerweile eine Erklärung erhalten, warum die im Weltcup startberechtigten Russen nicht nach Pyeongchang eingeladen wurden?

Resch: Das IOC hat Kriterien für die Teilnahmeberechtigung, die im Dezember 2017 zur Teilnahme der sauberen Athleten veröffentlicht wurden, nachträglich angepasst. Welche genau dies sind und warum viele der russischen Athleten dort nicht starten durften, die nach der uns bekannten Sachlage hätten teilnehmen dürfen, wissen wir nicht. Wir wurden auf zwei Pressemitteilungen verwiesen.

Kanadier, Amerikaner, Tschechen boykottieren das Weltcup-Finale Ende März in Russland. Können Sie das nachvollziehen?

Resch: Wir sind ein demokratischer Verband, in dem es verschiedene Meinungen gibt, die alle respektiert werden. Auch die Entscheidung, an bestimmten IBU-Veranstaltungen nicht teilzunehmen. Klar ist aber auch, dass die Entscheidung des IBU-Vorstandes, den Weltcup in Tjumen und die beiden IBU-Cups in Russland in dieser Saison auszutragen, ebenfalls mit demokratischer Mehrheit getroffen wurden.

Haben die Verbände für das Fernbleiben in Tjumen Sanktionen von der IBU zu fürchten?

Resch: Natürlich nicht.

Zur Person: Nicole Resch ist seit 2008 die Generalsekretärin des Biathlon Weltverbandes IBU. Die 42 Jahre alte Juristin arbeitet seit 2007 bei der IBU.

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