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Ruth Schweikert wird neue Stadtschreiberin

Frankfurt/Main (dpa) 20 000 Euro Preisgeld und ein Jahr Wohnrecht im Stadtschreiberhaus: Diese Ehre wird Ende August Ruth Schweikert zuteil, einer «Meisterin der Satzrhythmen», wie die Jury findet.

Ruth Schweikert wird neue Stadtschreiberin

Ruth Schweikert wird neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Foto: Ayse Yavas

Die Autorin Ruth Schweikert wird neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Die Kulturgesellschaft des Frankfurter Stadtteils, in dem das älteste Stadtschreiberhaus Deutschlands steht, vergab den Titel zum 42. Mal.

Der Literaturpreis wird am 28. August verliehen. Außer dem Wohnrecht im Stadtschreiberhaus erhält die in Zürich lebende Autorin ein Preisgeld von 20 000 Euro.

Schweikert sei «eine Meisterin der Satzrhythmen», begründete die Jury am Dienstag ihre Entscheidung. «In Bildern jäher Nähe, mit schonungslosem Blick auf das alltägliche Leben geht sie Verwerfungen der Liebe und folgenreichen Entscheidungen nach.» Die 50-Jährige ziehe mit ihrer Sprache in den Bann. «In den Lücken, die sie lässt, bleiben Raum und Rätsel.»

Die in Lörrach in Baden-Württemberg geborene Autorin ist Mutter von fünf Söhnen. Sie hat zahlreiche Romane und Theaterstücke geschrieben. 1994 erschien ihr erster Erzählband «Erdnüsse. Totschlagen». In diesem Jahr veröffentlichte sie den Roman «Wie wir älter werden» - «ein Familienroman über das Vergehen der Zeit und die verschlungenen Wege der Liebe», wie der Verlag S. Fischer schreibt.

Der Jury gehören Bürger des Frankfurter Stadtteils, aber auch namhafte Schriftsteller wie Peter Härtling an. Derzeit ist Dea Loher Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Zu ihren Vorgängern in den letzten Jahren gehörten Reinhard Jirgl, Friedrich Christian Delius, Ulrich Peltzer, Thomas Rosenlöcher, Thomas Lehr und Marcel Beyer.

Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim

Schweikert bei S. Fischer

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