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Ryanair will Gewinn auf 900 Mio. Euro steigern

Düsseldorf/London (dpa) Trotz hoher Kerosinpreise, Problemen mit der Auslastung mancher Strecken und einem Verlust im ersten Quartal sieht Ryanair-Chef Michael O'Leary Europas größte Billigfluggesellschaft schon im kommenden Geschäftsjahr wieder im Aufwind.

Ryanair will Gewinn auf 900 Mio. Euro steigern

Trotz einem Verlust im ersten Quartal sieht Ryanair Europas größte Billigfluggesellschaft schon im kommenden Geschäftsjahr wieder im Aufwind.

Bis zum Jahr 2012 werde Ryanair den Gewinn sogar auf gut 900 Millionen Euro steigern, sagte O'Leary der «Wirtschaftswoche». Um das Wachstum anzukurbeln, kündigte der Ryanair-Chef Preissenkungen an. «Wir werden unsere Preise um bis zu fünf Prozent pro Jahr senken und bis 2012 die Passagierzahl, Flotte und Gewinne verdoppeln. Darum verhandeln wir zurzeit über den Kauf neuer Flugzeuge.»

Unterdessen geriet das Unternehmen in die Kritik britischer Verbraucherschützer, weil die Fluglinie von Montag an nur noch Buchungen akzeptieren will, die über ihre eigene Internetseite gemacht wurden. Derzeit werden täglich noch etwa 1000 Tickets durch die Vermittlung anderer Online-Dienste gebucht. «Wir sind fassungslos, wie Ryanair seine Kunden behandelt», sagte Rochelle Turner von der Verbraucherschutzorganisation «Which?Holiday» in London. Dagegen warf Ryanair den Online-Diensten vor, die Kunden ungenau zu informieren.

Im Gespräch mit der «Wirtschaftswoche» sagte Unternehmens-Chef O'Leary, es stehe keineswegs fest, dass Ryanair einen Jahresverlust von 60 Millionen Euro einfahren werde. Er relativierte damit entsprechende Befürchtungen, die das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen Ende Juli geäußert hatte. «Ich habe gesagt, wir machen vielleicht Verlust, nämlich wenn die Flugpreise fallen und Öl teuer bleibt. Aber selbst dann haben wir 2,2 Milliarden Euro Barvermögen und werden den Gewinn vor Steuern bis 2012 auf gut 900 Millionen Euro steigern». In dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Quartal war der Gewinn vor allem wegen der hohen Kerosinpreise um 85 Prozent auf 21 Millionen Euro eingebrochen.

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