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SPD-Duo kritisiert Grünpflege im Stadtbezirk Eving

Wildwuchs

Ignoranz und Untätigkeit werfen Ex-Ratsvertreter Hendrik Berndsen und Ex-Bezirksvertreter Peter Wieseler (SPD) dem Landesbetrieb Straßenbau und der Stadt vor. Grund dafür ist die ihrer Meinung nach mangelnde Grünpflege im Stadtbezirk Eving.

EVING

von Von Petra Frommeyer

, 20.06.2012
SPD-Duo kritisiert Grünpflege im Stadtbezirk Eving

Für viele Evinger ein Ärgernis, für die Stadt »Natur im urbanen Raum«: hohes Gras und Unkraut an der Osterfeldstraße.

Wo man hinschaue – Unkraut. Die Bürger seien empört. Bäume, Baumscheiben, Straßenbegleitgrün, öffentliche Grünflächen, Überquerungshilfen an Straßen und Waldrändern befänden sich teilweise in einem sehr ungepflegten Zustand. Das würden die Bürger kritisieren, die sich hilfesuchend an sie gewandt hätten, so das SPD-Duo.

Berndsen und Wieseler zeigen Beispiele auf:  

  • Bei den öffentlichen Grünflächen an der Kemminghauser und Osterfeldstraße wurde das meterhohe Gras nur am Straßenrand geschnitten, dahinter wuchert es munter weiter.
  • Bäume vor der Gartenanlage Waldblick an der Kemminghauser Straße wurden gefällt, aber nicht ersetzt.
  • Leere Baumscheiben an der Derner Straße sind seit Jahren nicht bepflanzt worden und völlig zugewuchert.
  • Aus dem Wald und von öffentlichen Grünflächen an der Evinger Straße wachsen Büsche in den Fuß- und Radweg und führen dort zu Behinderungen.

Martin Tadema von der Autobahnmeisterei (zuständig für den Grünschnitt an den Landesstraßen) will die Vorwürfe der Ortspolitiker nicht so im Raum stehen lassen. „Wir sind mit allen Geräten turnusmäßig im Einsatz, können aber nicht überall gleichzeitig sein.“ Wenn’s brenne, könnten sich die Bürger unter der Rufnummer (0231) 9 77 50 direkt an die Autobahnmeisterei wenden, sagt er.  

 2009 sei eine Neuausrichtung der Servicevereinbarung aufgrund von geänderten Rahmenbedingungen (Flächenausweitung, personelle Ressourcen) notwendig geworden, erklärt Stadtpressesprecher Thomas Kampmann. Der Pflegestandard in den Ortszentren und Einfallstraßen werde beibehalten, in ländlichen Bereichen werde der Natur mehr Raum gegeben. „Diese Maßnahme kann auch als Teilbetrag der Haushaltskonsolidierung gesehen werden“, so Kampmann. „An der Osterfeldstraße sind nur die Randbereiche gemäht worden. Dadurch wird sichergestellt, dass zum einen die Verkehrssicherheit erhalten bleibt und gleichzeitig der Ökologie im urbanen Raum der ihr zustehende Platz eingeräumt wird.“

 Grundsätzlich sei das Tiefbauamt bestrebt, Ersatzpflanzungen, wenn möglich am gleichen Standort, durchzuführen. Auch in Eving seien diese stets in Abstimmung mit der Bezirksvertretung durchgeführt worden. Aufgrund der angespannten Haushaltslage sei dies seit 2010 in einigen Fällen nicht zeitnah geschehen. Es könne deshalb passieren, dass Baumscheiben auch über zwei Pflanzperioden frei blieben, erläutert Kampmann. 

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