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SPD verspielt Antrag zum "Garten der Generationen" in Wickede

WICKEDE Nachdem der usprüngliche rot-grüne Plan vom "Garten der Generationen" in Wickede aufgrund fehlender Mittel geplatzt war (wir berichteten), kam es in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Brackel nun zum Streit zwischen CDU und SPD um die Zukunft des Geländes.

von Von Philipp Piasetzki

, 29.08.2008
SPD verspielt Antrag zum "Garten der Generationen" in Wickede

"Garten der Generationen" mit bitterem Beigeschmack: Die SPD-Politiker Karl-Heinz Czierpka (2.v.l.) und Kirsti Döbertin (r.) scheiterten mit ihrem Antrag in der Bezirksvertretung.

Die SPD-Fraktion schlug in ihrem Antrag vor, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die geplante Parkanlage nun um seniorengerechtes Wohnen mit Pflege- und Betreuungskonzept auf der brachliegenden Fläche im Karree zwischen Pleckenbrink, Ebbinghaus- und Kortschstraße zu erweitern.

"Wir freuen uns darüber, dass die SPD damit die Position übernimmt, die wir schon seit Jahren einfordern", erklärte CDU-Bezirksvertreter Jendrik Suck. Dennoch legten die Christdemokraten einen eigenen Antrag vor, der konkrete Vorgaben zur Umgestaltung der Fläche vorsieht: "Nach unserer Ansicht ist es wichtig, die Bebauung auf dem südlichen Teil der Fläche vorzunehmen, um möglichst nah am Ortskern zu sein. Der nördliche Teil sollte der Parkanlage vorbehalten bleiben", so Suck. Außerdem wollen die Christdemokraten auch das Mehrgenerationenwohnen ermöglichen und setzen sich für eine zeitgleiche Realisierung der Vorhaben auf allen Teilen der Fläche ein.Kompromiss war greifbar nah

Auf Seiten der Genossen schien es, als könne man sich mit den Erweiterungen anfreunden. Lediglich die starre Festlegung auf nördliche und südliche Fläche sollte aus dem Kompromiss gestrichen werden: "Ich wünsche mir vielmehr eine lockere Bebauung", sagte SPD-Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka und plädierte dafür, die Verwaltung viele gute Vorschläge einholen zu lassen.

Hier schaltete sich auch die Parteilose und ehemalige SPD-Abgeordnete Angelika Sieckmann ein. Sie wies darauf hin, dass beide Fraktionen ähnliche Ideen hätten und sich deshalb zu einem gemeinsamen Antrag zusammenfinden sollten. Sie wolle nicht erneut das "Zünglein an der Waage" sein.

Doch es sollte anders kommen: Kurz vor der Abstimmung über den Antrag mit den Erweiterungen der CDU machte Czierpka plötzlich einen Rückzieher und ließ doch über beide Anträge gesondert abstimmen.

Mit fatalen Folgen: Der SPD-Antrag wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt, während die CDU-Version eine knappe Mehrheit fand - mit der Stimme der ehemaligen Genossin Angelika Sieckmann.

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