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ST-ART wird zum Event mit Schwergewichten

Straßburg. Die Kunstmesse in Straßburg setzt auf ihrem Weg zu einem „Must-Event“ auf international bekannte Institutionen. Dabei blickt sie in diesem Jahr auch verstärkt nach Deutschland.

ST-ART wird zum Event mit Schwergewichten

Der französische Bildhauer Bernar Venet in Straßburg vor dem Werk „Untitled“ von Robert Morris. Foto: Sabine Glaubitz

Die riesige Filzarbeit stammt von Robert Morris, die riesige Plexiglasskulptur mit Müll von Arman. Sie gehören Bernar Venet, einem der bedeutendsten Künstler Frankreichs.

In Straßburg stehen sie prominent auf der Kunstmesse ST-ART. Denn die Fondation Bernar Venet in der Nähe von Saint-Tropez ist auf der Messe für moderne und zeitgenössische Kunst Ehrengast. Auch dieses Jahr setzt die vor zwei Jahren neu strukturierte Branchenmesse wieder auf zugkräftige Namen. 

Venet gehört zu den international herausragenden Bildhauern der Gegenwart. Seine monumentalen Stahlkonstruktionen stehen in Berlin, Bonn, Paris und New York. Bei der Vernissage der ST-ART am Donnerstagabend war Venet, der gewöhnlich zwischen New York und seiner Stiftung pendelt, anwesend. Es sei ihm eine Ehre, an der ST-ART teilzunehmen, sagte der 76-Jährige.

Die Messe findet dieses Jahr zum 22. Mal statt. Seit zwei Jahren wird sie von einem neuen Team organisiert, das mit bekannten Institutionen als Aushängeschilder Galeristen und Sammler in die Hauptstadt des Elsass locken will. Ihr Ziel: Aus der Messe ein „Must-Event“ zu machen mit Schwerpunkt Europa und qualitativ hochwertigen Galerien, die aufstrebende Künstler vertreten.

Im vergangenen Jahr diente die weltbekannte Fondation Maeght als Zugpferd, dessen Direktor Olivier Kaeppelin dieses Jahr auf der Messe den französischen Künstler Damien Cabanes in einer Solo-Show präsentiert.

Die „Köder-Strategie“ scheint zu funktionieren. „Mich hat das Programm angesprochen und natürlich die Teilnahme von Olivier Kaeppelin und der Fondation Venet“, begründete Baudoin Lebon seine erste ST-ART. Lebon ist seit 1976 Galerist in Paris und präsentiert Künstler wie Patrick Bailly-Maître-Grand und Laurence Demaison.

Zu den Neuankömmling gehört auch die Galerie „Radial art contemporain“ aus Straßburg. Er habe in den vergangenen Monaten immer häufiger von der ST-ART reden hören, erklärte der Direktor Frédéric Croizer. Croizer, der auch zu den regelmäßigen Ausstellern der Kunstmesse in Köln gehört, zeigt auf der ST-ART unter anderem Skulpturen des deutschen Künstlers Stephan Marienfeld.

Von den rund 80 Galerien stammt ein Drittel aus dem europäischen Ausland, darunter Italien, Spanien und Belgien. Aus Deutschland seien acht Galerien vertreten, das sei toll, erklärten die Organisatoren. Denn der ST-ART gehe es auch darum, die Grenzsituation auszunutzen und verstärkt nach Deutschland zu blicken.

Stolz ist man in Straßburg deshalb auch auf die erstmalige Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Karlsruhe. Besucher der Ende Oktober eröffneten Werkschau „Cézanne. Metamorphosen“ erhalten bei Vorlage ihres Tickets ermäßigten Eintrittspreis für die Messe. Die ST-ART dauert bis zum 20. November. 

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