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SV Hardt rutscht auf einen Abstiegsplatz

Fußball

In der Westfalenliga verspielte der SV Schermbeck fast eine 3:0-Führung, während Landesligist SV Dorsten-Hardt weider auf einem Abstiegsplatz rutschte. In der Bezirksliga bleibt der TuS Gahlen nach dem 2:1 das Team der Stunde. RW Deuten und der BVH Dorsten kassierten dagegen Niederlagen.

DORSTEN/SCHERMBECK

von Michael Nickel, Ralf Weihrauch und Jan Große-Gelde

, 30.11.2014
SV Hardt rutscht auf einen Abstiegsplatz

Daniel Hennebach (r.) im Zweikampf mit dem Halterner Doppel-Torschützen Vargin Der.

Beim neuen Schlusslicht kontrollierte der SVS sehr schnell das Spiel ging auch früh in Führung. Dazu brauchten die Gäste aber einen Fehler des Eintracht-Keepers Johannes Yarbug, der einen Abschlag dem Schützen Tim Dosedal in die Füße spielte. Der zweite Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Jannis Scheuch spielte Nikolai Nehlson frei, der den Coesfelder Keeper umspielte und einschob. Bei Jannis Scheuchs 3:0 revanchierte sich Nehlson mit einem genauen Zuspiel. Ein Fehler des sonst immer so zuverlässigen Benedikt Helling führte zum Anschlusstreffer des Ex-Schermbeckers Donovan Sadek. Nun war es mit der Kontrolle des Spiels vorbei, Coesfeld kam zu einigen Chancen. Ein unglückliches Eigentor Benedikt Jansens (88.) machte das Match noch einmal richtig spannend. 

Die ersten Minuten ließen gar nicht auf eine mögliche Hardter Niederlage schließen. Trainer Marc Wischerhoff hatte klare Anweisungen gegeben, die seine Mannschaft auch erfüllte. Das Zweikampfverhalten stimmte, und bald gab es durch Alex Brefort auch die ersten Kopfball-Chance. Turbulent wurde es in der 23. Minute. Zuerst wehrte Hardts- Keeper Stefan Schröder einen gefährlichen Schuss Tobias Beckers ab. Im Gegenzug tankte sich Pascal Meinberg über rechts in den Strafraum, legte den Ball auf Brefort, doch der scheiterte aus zwei Metern am Halterner Schlussmann. Der TuS spielte direkt wieder einen Konter, und diesmal brachte Tobias Becker den Ball im Hardter Tor unter. Anschließend entschieden die Gäste das Spiel noch vor der Pause. 

Deutens Trainer Michael Hellekamp verstand nach 90 kuriosen Minuten in Gelsenkirchen die Fußballwelt nicht mehr. „Ich habe selten ein Spiel so unverdient verloren“, ärgerte sich Hellekamp. Seine Mannschaft hatte zu Beginn ein paar Probleme mit dem ungewohnten Kunstrasen in Buer und fing sich in Minute neun nach einer Ecke das 0:1 durch Nicolai Risse. Doch die in den vergangenen Wochen nicht gerade erfolgsverwöhnten Gäste schüttelten das Gegentor ab und zeigten eine starke Reaktion. Lukas Nolte, Jonas von Gostomski und Justin Grugel hätten noch vor der Pause den Ausgleich erzielen müssen, doch vor dem Tor zeigten sie allesamt Nerven. So ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter. Höhepunkt des Deutener Fehlschuss-Festivals war der verschossene Elfmeter von Nolte in der 65. Minute. 

Die Anfangsminuten verliefen auf beiden Seiten etwas zäh, nach rund einer Viertelstunde jedoch kamen mit dem höheren Tempo auch die ersten Chancen auf beiden Seiten. Obwohl Gahlen zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Ballbesitz hatte, machten die Gäste das Tor, nachdem Keeper Markus Bernsmann bei einem langen Freistoß böse daneben gegriffen hatte (23.). Doch die Hausherren mussten dem Rückstand nicht allzulange hinterherlaufen, da auch die Lippramsdorfer Hintermannschaft zum Toreschießen einlud. Dennis Echterhoff trat unbedrängt über den Ball, Marco Maralli war zur Stelle und legte quer auf Kapitän Sven Igelbüscher, der nur noch einschieben musste (36.). Wenige Minuten später war die Partie gedreht: Lippramsdorf ließ sich in der Vorwärtsbewegung den Ball abluchsen, Danny Kittner brach über die linke Seite durch, schüttelte seine Gegenspieler ab und vollendete eiskalt (41.).

Die Eper Führung erzielte der Spieler, vor dem BVH-Coach Alex Kaul am meisten gewarnt hatte. Torjäger Gerard Monnikhof nutzte die Lücken im BVH-Abwehrverbund in der 20. Minute zum ersten Tor.  Die Hoffnung, diesen knappen Rückstand in die Kabine zu retten, platzte in der 40. Minute, als Matthias Naber auf 2:0 erhöhte. Drei Minuten später passten die Grün-Weißen nach einer kurzen Ecke nicht auf, sodass Richard Schopf auf 3:0 erhöhte. Immerhin kamen die Holsterhausener nach dem Seitenwechsel und den Auswechslungen von Sascha Mahlitz und Volkan Kara deutlich besser ins Spiel. Ab und zu gab es auch mal eine Tormöglichkeit. So war der Anschlusstreffer durch Robin Rodriguez auch mehr als verdient.