Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

SV Wilhelmshaven scheitert mit Klage gegen FIFA

Bremen. Das Landgericht Bremen hat dem Siebtliga-Verein SV Wilhelmshaven den Wiederaufstieg in die vierte Liga vorerst verbaut.

SV Wilhelmshaven scheitert mit Klage gegen FIFA

Hans Herrnberger (l), Vorstandschef des SV Wilhelmshaven, führt einen Rechtsstreit gegen den Fußball-Weltverband. Foto: Uli Deck

Das Gericht wies eine Klage des Clubs gegen den Norddeutschen Fußballverband (NFV) auf Wiedereingliederung in die Regionalliga zurück. Die Klage sei berechtigt, aber unbegründet, erklärte der Richter.

Den 2012 vom Fußball-Weltverband FIFA verhängten Zwangsabstieg bezeichnete das Gericht zwar als rechtswidrig. Der SV Wilhelmshaven könne aber nicht beweisen, dass der Verein ohne den Beschluss nicht auch sportlich abgestiegen wäre. Der Verein kündigte Berufung an und will vor das Oberlandesgericht ziehen.

NFV-Präsident Eugen Gehlenborg sah die Rechtsposition seines Verbandes bestätigt. Es sei aber kein Moment zu triumphieren. Außergerichtliche Einigungsversuche seien an zu hohen finanziellen Forderungen des SV Wilhelmshaven gescheitert. Nach rund zehn Jahren Rechtsstreit müsse man sich die Frage stellen, ob die „unendliche Geschichte nicht ein Ende haben sollte“, sagte Gehlenborg.

Diese Hoffnung zerstreute Hans Herrnberger, Vorstandschef des SV Wilhelmshaven: „Wir habe nicht zehn Jahre gekämpft, um jetzt einzuknicken“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der Verein habe durch den Beschluss die wirtschaftliche Basis verloren. „Der Abstiegsbeschluss wurde als rechtswidrig eingestuft. Die einzige Folge daraus kann nur sein, dass der vorherige Zustand wieder hergestellt wird.“ Auch den Gang vor den Bundesgerichtshof (BGH) scheue man nicht.

Der Streit wird schon seit 2007/2008 geführt. Der BGH hatte den 2012 von der FIFA verhängten Zwangsabstieg des ehemaligen Regionalliga-Vereins bereits für unwirksam erklärt. Hintergrund des Falls sind Ausbildungsentschädigungen für argentinische Spieler. Der SV Wilhelmshaven hatte sich geweigert, diese zu zahlen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sportpolitik

NADA dringt auf FIFA-Erklärung zu Doping

Frankfurt/Main. Die Fußball-WM beginnt am 14. Juni in Russland, das als Sportland durch systematisches Doping in Misskredit geraten ist. Es gibt den Verdacht: Auch im russischen Fußball wurde gedopt und vertuscht. Die FIFA ermittelt seit langem ohne Ergebnis. Die NADA ist erbost. lmehr...

Sportpolitik

UEFA formiert Widerstand gegen Erweiterung der Club-WM

Lyon. Führende europäische Fußball-Funktionäre haben starke Vorbehalte gegenüber der von der FIFA favorisierten Erweiterung der Club-WM. Das teilten Vertreter der Europäischen Fußball-Union UEFA, europäischer Clubs und Ligen sowie von Spielern nach einem Treffen mit.mehr...

Sportpolitik

Seppelt darf nach Russland und wird vernommen

Berlin. Die Rote Karte für den ARD-Dopingexperten hebt Russland auf, aber es gibt eine Bedingung. Er erhält ein Visum für die Fußball-WM, soll aber nach der Einreise zum Doping-Kronzeugen Rodschenkow vernommen werden.mehr...

Sportpolitik

Bundesregierung fordert WM-Visum für Journalist Seppelt

Berlin. Als wenn es zwischen Deutschland und Russland nicht schon genug Streitthemen gäbe: Der Fall Seppelt sorgt vor dem Gipfeltreffen zwischen Merkel und Putin in Sotschi für neuen Ärger.mehr...