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SVS erlebt Transferposse

Fußball

Zwei Verträge und ein Wettlauf zum Verband – eine kuriose Transferposse erlebte der SV Schermbeck Anfang Mai.

SCHERMBECK

von Von Jan Große-Geldermann

, 06.06.2012

Was war passiert? Der NRW-Ligist einigte sich mit Almir Sogolj auf einen Vertrag für die kommenden Saison. Der Stürmer vom VfB Homberg setzte auch seine Unterschrift unter den Vertrag. „Wir dachten, damit sei alles geklärt“, sagt SVS-Trainer Martin Stroetzel. Doch die Schermbecker irrten sich. Denn Sogolj unterzeichnete einen weiteren Vertrag beim VfB Homberg. Ob vor oder nach der Unterschrift beim SV Schermbeck, ist strittig – für die Statuten des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) aber auch bedeutungslos. Dort ist nur wichtig, welcher Vertrag zuerst im Briefkasten liegt. Und hier hatte der VfB Homberg die Nase vorn, wohl auch dank des Informationsvorsprungs. Denn Sogolj hatte den Verantwortlichen des Schermbecker Liga-Konkurrenten aus Duisburg seine Zusage beim SVS kleinlaut gebeichtet. Die Folge: Der Vertrag des VfB Homberg landete noch am 12. Mai beim WFLV, das Schermbecker Papier folgte erst zwei Tage später. Damit wird Sogolj nun weiter für den VfB Homberg spielen, für den er in den vergangenen beiden Spielzeiten 19 Tore erzielt hatte.

Beim SV Schermbeck war der Ärger zunächst groß. „Almir war schließlich mein Wunschspieler“, sagte Stroetzel. Auf zivilrechtliche Schritte gegen den Stürmer, der vom Verband wegen der Doppel-Unterschrift schon eine Geldstrafe aufgebrummt bekommen hat, wird der SVS aber verzichten. „Das bringt doch auch niemanden weiter“, so Stroetzel. Stattdessen konzentrieren sich die Schermbecker nun auf die Suche nach anderen Verstärkungen. Mit El Houcine Bougjdi steht ein weiterer Spieler des VfB Homberg auf der Liste – und hier dürfte es nicht zu Verwicklungen kommen: Die Duisburger haben kein Interesse, mit dem Offensivmann zu verlängern...  

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