Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

SVS verkauft sich gegen Oberligisten sehr gut

Handball

Es hat sicher schon angenehmere Ort gegeben, als die Erler Sporthalle am Samstag. Obwohl der Sauerstoffgehalt im Laufe des Nachmittags gegen Null tendierte, hat der SV Schermbeck dennoch gegen die beiden Oberligisten TB Wülfrath und Teutonia Riemke ordentlichen Handball gespielt.

SCHERMBECK

von Von Ralf Weihrauch

, 22.08.2010
SVS verkauft sich gegen Oberligisten sehr gut

Neuzugang Tobias Hermann erzielte am Samstag drei Treffer für den SVS.

Der junge Mann mit dem Wischmopp hatte die schwierigste Aufgabe. Die schwüle Luft trieb die Schweißmenge in ungeahnte Höhen. Bei jedem Sturz oder Umfaller musste die Spielfläche gesäubert werden. So kam es auch zu sonst unüblichen Verzögerungen und das letzte der drei Spiel begann eine halbe später.

Der heimische Verbandsligist machte den Auftakt gegen den Oberligisten TB Wülfrath. Zu Beginn der Partie führten die Schermbecker sogar mit 4:2. die Verteidigungsleistung hat Trainer Burkhard Bell durchaus zufrieden gestellt: „Mit 22 Gegentoren gegen einen klassenhöheren Gegner kann ich gut leben.“ Nicht leben konnte er allerdings mit der Art und Weise, wie seine Sieben die Torchancen vergab. Es fehlte in vielen Situationen dir Ruhe und Abgeklärtheit. Meist schlossen die Schermbecker viel zu früh ab. Zur Pause führte Wülfrath 11:7 und gewann die Partie auch 22:16. Sechs Tore Differenz sind aber kein Beinbruch. Wülfrath verlor anschließend 27:31 gegen Riemke, und nach einer kurzen Pause mussten die Teutonen gegen den SVS ran. Es war natürlich ein Vorteil, dass die Schermbecker fast zwei Stunden Pause hatten. Es gab durchaus Phasen, in denen die Bochumer mehr taumelten als liefen, an ein Nachsetzen bei den Schermbecker Tempogegenstößen war gar nicht zu denken.

Das soll die Leistung des Verbandsligisten aber nicht schmälern. Schermbeck hatte das Spiel meist im Griff und führte über die gesamte Spielzeit. Das 16:13 zur Pause entsprach den Kräfteverhältnissen. Wenn Riemke mal das Geschehen diktierte, dann nur, weil die Schermbecker es zu locker angehen ließen. Eine Unart, die Burkhard Bell auch in einer Auszeit in der zweiten Halbzeit zur Sprache brachte: „Wir hatten einen Vorsprung von fünf Toren, und jetzt will jeder ein Tor machen und Zauberhandball spielen.“ In der Tat lag der SVS schon 19:14 (37.) vorn. Zum einen, weil es vorne lief, und zum anderen auch, weil Phillip Busjan in der ersten und Niklas Bell in der zweiten Hälfte eine exzellente Partie im Tor lieferten. In den Schlussminuten wurde es sogar noch einmal spannend. Riemke kam heran und legte plötzlich einen bis dahin nicht vorhandenen Ehrgeiz an den Tag, nicht zu verlieren. Die Schermbecker wollten sich aber einen Erfolg gegen einen Oberligisten nicht nehmen lassen und verteidigten den Vorsprung über die Zeit.

Niklas Bell, Busjan, Christopher Seibel (TB 0;Teut. 2), Sebastian Seibel (2;2), Kuhn (0;0), Kerbstadt (1;1), Hinz (2;2), Nölscher (4;4), Hermann (1;2), Frederik Bell (1;4), Felisiak (1;2), Timmermann (2;3), von Berg (0;0), Robert (n.tg; 9/3).