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Sakko bei Bewerbungsgespräch nicht vorschnell ablegen

Bonn (dpa/tmn) Auch wenn es warm ist: Bewerber sollten ihr Sakko nicht einfach ablegen. Eine Etikette-Expertin rät, sich nach dem Gesprächspartner zu richten und im Zweifelsfall lieber noch einmal zu fragen.

Die Hände schwitzen, und der Anzug fühlt sich an wie eine Zwangsjacke - so dürfte es gerade jüngeren Bewerbern oft im Vorstellungsgespräch gehen. Denn für sie ist es oft ungewohnt und unangenehm, sich in voller Montur im Beruf zu präsentieren. Sie dürfen bei sommerlichen Temperaturen aber nicht den Fehler machen, einfach das Sakko auszuziehen - das verstößt gegen die Etikette, warnt Agnes Jarosch vom Deutschen Knigge-Rat in Bonn. «Der Gastgeber gibt hierbei die Marschrichtung vor.» Bewerber müssen sich also nach dem Personaler richten. «Wenn er sagt: 'Ist das warm!', und sein Sakko ablegt, dann darf man seinem Beispiel folgen.»

Bewerber sollten es auch nicht vorschnell als Zeichen des Einverständnisses deuten, wenn der Personaler im Sommer bereits das Sakko ausgezogen und über die Stuhllehne gehängt hat. Dann fragen sie vorsichtshalber besser nach, rät Jarosch. «Man kann ja sagen: Wie ich sehe, haben Sie das Sakko ausgezogen, ist es in Ordnung, wenn ich meins ebenfalls ablege?»

Ein Fauxpas sei es auch, den Personaler mit offenem Sakko zu begrüßen. Denn in förmlichen Situationen muss es im Stehen geschlossen bleiben, erläutert Jarosch. Erst im Sitzen wird das Sakko aufgeknöpft.

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