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Nach bundesweiter Razzia

Salafisten beschäftigen weiter die Justiz

DÜSSELDORF Die bei der bundesweiten Razzia gegen radikalislamische Salafisten in NRW sichergestellten Beweise werden zur Auswertung den Bundesbehörden übergeben. Das sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums am Freitag. In NRW waren über 500 Polizisten an elf Orten im Einsatz. Ein Schwerpunkt war Solingen, wo die Vereinigung Millatu Ibrahim verboten wurde.

Salafisten beschäftigen weiter die Justiz

Die Polizei hat Wohnungen von Salafisten untersucht. Foto: Henning Kaiser/Archiv

Unterdessen dauern in NRW mehr als sechs Wochen nach den blutigen Zusammenstößen zwischen Salafisten und der Polizei in Solingen und Bonn die Ermittlungen an. In beiden Städten hatten in der ersten Maiwoche die extremistischen Islamisten, provoziert durch islamfeindliche Aktionen der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW, eine Straßenschlacht mit der Polizei angezettelt. Wegen dreifachen versuchten Polizistenmordes sitzt seitdem in Bonn ein 25 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft. Er hatte zwei Beamte durch Messerstiche schwer verletzt; bei dem Gewaltausbruch waren 29 Polizisten verletzt worden. Die Bonner Polizei wertet nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiter Bilder von den Vorfällen aus; über 100 Verfahren seien anhängig.

Auch die Wuppertaler Polizei sichtet noch Berge von Videomaterial, nachdem am 1. Mai Salafisten in Solingen Polizeibeamte angegriffen hatten. 22 Personen seien namentlich mit Vorwürfen belegt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Auch nach dem Verbot der Vereinigung Millatu Ibrahim will die Solingen die Präventionsarbeit fortsetzen. „Die Gefahr ist ein Stück weiter weggerückt, aber nicht vorbei“, sagte Stadtsprecherin Sabine Rische. Es sei nicht auszuschließen, dass die Salafisten auch weiter Nachwuchs werben. Viele islamistische Terroristen hatten den Behörden zufolge Kontakt zum Salafismus, der vor allem junge Menschen anspricht. Solingen gilt als ein Zentrum dieser demokratiefeindlichen islamistischen Gruppe. Die Moschee-Räume wurden nach Razzia und Vereinsverbot versiegelt. 

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