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Salzburger Festspiele gehen erfolgreich zu Ende

Salzburg (dpa) Die Salzburger Festspiele 2008 sind aus finanzieller Sicht ein großer Erfolg gewesen. Mit Gesamteinnahmen von 25,1 Millionen Euro erbrachten sie die zweithöchste Summe nach dem Mozartjahr 2006, gab Festspielpräsidentin, Helga Rabl-Stadler, bekannt.

Salzburger Festspiele gehen erfolgreich zu Ende

Rolando Villazón und Nino Machaidze in «Romeo et Juliette».

Die 195 Veranstaltungen waren bei insgesamt 216 000 Besuchern zu 93 Prozent ausgelastet. Doch die Veranstalter wollen sich auf diesem Lorbeer nicht ausruhen. Obwohl die Festspiele 2008 erst am Sonntag zu Ende gehen, gaben die Programmplaner bereits einen umfassenden Ausblick auf das Festspielprogramm 2009, das Intendant Jürgen Flimm unter das Arbeitsmotto «Das Spiel der Mächtigen» stellen will.

Zu den wichtigsten Werken des nächsten Festspielsommers gehören so ungewöhnliche Werke wie Luigi Nonos «Al gran sole carico d'amore», das die Britin Katie Mitchell mit Video und Installation für die Felsenreitschule inszenieren wird. Flimm: «Dieses Werk ist neben "Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann die bedeutendste Oper aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und das Herzstück der Festspiele 2009.» Daneben gibt es die wenig bekannte Rossini-Oper «Moise et Pharaoh» unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti. Joseph Haydns «Armida» aus dem Jahr 2007 wird überarbeitet, und Claus Guth wird seinen Da-Ponte-Zyklus mit einer Neuinszenierung von «Cosi fan Tutte» vervollständigen.

Schauspielchef Thomas Oberender wird 2009 ein Kontrastprogramm anbieten, das unter dem Motto «Was passiert, wenn Gott kommt» von Euripides bis zu einem neuen Stück von Peter Handke reicht. Welches, wurde allerdings nicht bekanntgegeben. Als «Poet in Residence» wird Oberender der in Berlin und Wien lebende Daniel Kehlmann einladen.

Im Bereich des Konzerts darf in seinem 200. Todesjahr 2009 natürlich Joseph Haydn nicht fehlen; dazu kommen schwerpunktmäßig auch Liszt und Varèse. Und, so kündigte Konzertchef Markus Hinterhäuser an: Allfred Brendel, der im Dezember in Wien sein endgültig letztes Abschiedskonzert geben will, wird eine «Schule des Hörens» leiten. Geplant ist darüber hinaus ein Zyklus der neun Beethoven-Symphonien mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi. Hinterhäuser: «Das ist das Tollste, was seit vielen Jahren mit Beethoven passiert ist.»

Die Festspiele 2008 standen in diesem Jahr unter dem Motto «Denn stark wie die Liebe ist der Tod». Zwar waren die Aufführungen wieder mit Starorchestern, -Sängern und -Solisten gespickt. Doch nach Meinung der Kritiker gab es insbesondere im Bereich der Oper nur wenige wirkliche Glanzpunkte, zu denen neben «Rusalka» von Anton Dvorak auch die Kurzoper «König Blaubarts Burg» von Bela Bartok gehörte. Sehr erfolgreich bei Publikum und Kritik war auch die Inszenierung von «Romeo et Juliette» von Charles Gounod mit Rolando Villazón und Nino Machaidze. Dagegen fiel vor allem Verdis «Otello» unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti bei der Kritik ebenso durch, wie Mozarts «Don Giovanni»

Im Bereich des Theaters war die Neu-Inszenierung von Schillers «Räubern» (Nicolas Stemann) hervorzuheben, aber auch Andrea Breths fünfstündige Dramatisierung des Dostojewski-Romans «Verbrechen und Strafe» (Schuld und Sühne). Gemischte Kritken erhielt dagegen die aus Kino- und Fernsehfilmen bekannte Darstellerin Martina Gedeck in ihrer Titelrolle in dem Alltagsdrama «Harper Regan», das erstmals auf Deutsch aufgeführt wurde.

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