Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Sandro Wagner nerven WM-Fragen - Selbstbewusster Vergleich

München. Sandro Wagner präsentiert sich gegen Gladbach in Hochform. Erst als zweifacher Torschütze auf dem Platz, dann mit einer bemerkenswerten WM-Botschaft. Hoeneß und Heynckes loben den Angreifer, der sich dann auch noch als Fan des besten Spielers von Real Madrid outet.

Sandro Wagner nerven WM-Fragen - Selbstbewusster Vergleich

Bayern-Spieler Sandro Wagner (l) liefert sich mit Denis Zakaria von Mönchengladbach einen Zweikampf um den Ball. Foto: Matthias Balk

Typisch Sandro Wagner. Aufgeputscht von seinem ersten Tore-Doppelpack für den FC Bayern lief der für sein besonderes Ego bekannte Fußball-Nationalstürmer nach dem 5:1 gegen Gladbach zur Hochform auf und legte auch verbal nach. Speziell beim Thema WM.

„Das nervt langsam“, antwortete der 30 Jahre alte Angreifer in der Interviewzone auf die Reporterfrage, ob er sich denn auf WM-Kurs sehe, was er natürlich tut. Und dann kam ein Satz, wie ihn nur ein Sandro Wagner formulieren kann: „Ihr fragt den Hummels und Müller auch nicht jede Woche, ob sie zur WM mitfahren. Und genauso sehe ich das bei mir auch.“ Das klang selbstbewusst - oder einfach absurd.

Mats Hummels (63 Länderspiele) und Thomas Müller (90 Länderspiele), Wagners Bayern-Kollegen, sind langjährige Nationalspieler, Weltmeister und unumstrittene WM-Fixkräfte im Team von Bundestrainer Joachim Löw.

Confed-Cup-Sieger Wagner (8 Länderspiele, 5 Tore) debütierte dagegen erst vor einem Jahr in der DFB-Auswahl. Der Leipziger Jungstar Timo Werner ist der einzige Mittelstürmer, der für Russland als gesetzt gilt. Wagners großer Konkurrent unter den Stoßstürmer-Kandidaten ist der erfahrene Stuttgarter Mario Gomez (73 Länderspiele, 31 Tore).

Was Wagner nicht anficht. „Ich habe heute Gas gegeben und meine Tore gemacht, die letzten Tage, die letzten Wochen, die letzten Monate, die letzten Jahre. Ich habe es verdient, da mitzufahren - und ich fahre da auch mit, da bin ich mir sicher.“ Kleine Einschränkung: „Ich kann es aber nicht selber entscheiden.“ Das macht immer noch der Bundestrainer. Löw gibt den erweiterten WM-Kader am 15. Mai bekannt, die 23 Turnierspieler muss er bis zum 4. Juni benennen.

Mit Löw hatte Wagner den Winterwechsel aus Hoffenheim in seine Heimatstadt München zu seinem Stammverein vorab besprochen. Beim FC Bayern spielt der fast zwei Meter lange Mittelstürmer weniger, aber er trifft regelmäßig; sieben Tore in zehn Ligaspielen, eins bei einem Champions-League-Einsatz. Die Bayern sehen die zwölf Millionen Euro Ablöse gut angelegt. „Wir wollten einen Mann haben, der einspringt, wenn Robert Lewandowski müde oder verletzt ist. Das macht er“, sagte Präsident Uli Hoeneß nach den zwei Wagner-Toren gegen Gladbach.

Jupp Heynckes stellte dem Stürmer sogar ein Empfehlungsschreiben an den Kollegen Löw aus. Der Bayern-Coach bescheinigte Wagner, „nochmal einen großen Sprung“ gemacht zu haben. Wagner sei immer hochmotiviert. Er versuche, sich permanent zu verbessern und zeige ein „tadelloses Verhalten“ auf dem Spielfeld und in der Gruppe. „Und er kann beißen. Er ist ein leidenschaftlicher Fußballer mit Biss. Ich hoffe auch, dass er mit zur WM fährt. Das hätte er verdient“, äußerte Heynckes am Samstagabend in einer bemerkenswerten Wagner-Laudatio.

Wagner-Festspiele in den großen Bayern-Partien wie gegen Real Madrid wird es freilich kaum geben. Dann ist Lewandowski die erste Besetzung im Heynckes-Ensemble. Dass sich einer wie Wagner aber schwärmerisch über Real-Star Cristiano Ronaldo äußerte, war fast zu erwarten.

„Den finde ich super. Viele Leute begutachten den als schwierig mit seiner Art und Weise. Aber der stellt was dar. Der schießt so viele Tore, das ist ein Wahnsinn. Ich glaube, ich habe nicht mal im Training so viele Tore gemacht wie der in den Spielen. Er ist ein unglaublich guter Spieler“, sagte Ronaldo-Fan Wagner. „Aber wir haben die beste Abwehr in Europa, von daher brauchen wir uns nicht zu verstecken.“ Wagner meinte Hummels und Jérôme Boateng (70 Länderspiele), das Duo, das auch bei Löw für die WM erste Wahl ist.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Erste Bundesliga

Kölner Innenverteidiger Heintz wechselt zum SC Freiburg

Freiburg. Abwehrspieler Dominique Heintz verlässt Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln und wechselt überraschend zum SC  Freiburg. Die Breisgauer bestätigten die Verpflichtung des 24 Jahre alten Innenverteidigers zur kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga.mehr...

Erste Bundesliga

Drittliga-Relegation: Traditionsvereine unter Druck

Düsseldorf. Fünf der sechs Vereine, die ab Donnerstag um den Aufstieg in die 3. Liga kämpfen, haben schon mal in der Fußball-Bundesliga gespielt. Doch die Tradition verstärkt auch den Druck.mehr...

Erste Bundesliga

Mainz bestätigt offiziell Engagement von Mwene

Mainz. Der FSV Mainz 05 hat nun auch offiziell die Verpflichtung von Phillipp Mwene bestätigt. Der 24 Jahre alte Außenverteidiger kommt ablösefrei vom Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern, teilte der Fußball-Bundesligist mit.mehr...

Erste Bundesliga

Niersbach, Zwanziger und Schmidt droht Prozess

Frankfurt/Main. Die Affäre um die WM 2006 wandert vor Gericht. Dort müssen sich Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt wohl wegen Steuerhinterziehung verantworten. Die Anklage liegt ihnen jetzt vor.mehr...

Erste Bundesliga

Trainingsauftakt bei Werder Bremen am 2. Juli

Bremen. Werder Bremen startet am 2. Juli in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Bundesliga. In den ersten Tagen führt Chefcoach Florian Kohfeldt mit seinen Spielern die üblichen individuelle Leistungstests durch, das erste Mannschaftstraining ist für den 8. Juli vorgesehen.mehr...

Erste Bundesliga

Zuschauer-Info über Videobeweis: DFL und DFB testen weiter

Frankfurt/Main. DFL und DFB wollen weiter verschiedene Möglichkeiten testen, wie Fußball-Zuschauer in den Bundesliga-Stadien besser über Entscheidungen mit Hilfe des Videoassistenten informiert werden können.mehr...