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Sanierung verschlingt Rücklagen

Dionysius-Kirche

Das wird teuer: Die Sanierungsarbeiten an der Dionysius-Kirche haben begonnen. Derzeit reißen Arbeiter den Boden auf, um die Heizungsanlage zu erneuern. Gleichzeitig wird der Turm eingerüstet.

DERNE

von Von Jonas Müller-Töwe

, 13.08.2010
Sanierung verschlingt Rücklagen

Im Helm des Turms müssen die Balken ausgetauscht werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 100.000 Euro.

In der Adventszeit sollen wieder Gottesdienste in der Kirche stattfinden können. Soviel kann Pfarrerin Dorothee Sudbrack bereits jetzt sagen. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele Unsicherheiten. Grund für die Sanierung ist die schlechte Klimatisierung der Kirche. „Es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und es riecht muffig“, sagt Sudbrack. Feuchtigkeit steige im Mauerwerk der hinteren Säulen auf. Die sehr alte Unterbank-Elektroheizung sei nicht mehr ökologisch und auch nicht mehr ökonomisch gewesen. Deswegen werde nun eine Gasheizung mit „Unterflurstationen“ im Boden verlegt.  

Die Heizkörper sind bei dieser Variante in den Boden eingelassen und mit Gittern abgedeckt. Ausführende Firma ist Theod. Mahr Söhne GmbH aus Aachen. Zu den Kosten der Maßnahme will sich Sudbrack nicht äußern. Die Finanzierung sei noch nicht abschließend mit dem Kirchenkreis abgestimmt. Mittel der Denkmalbehörde stünden aber nicht zur Verfügung. Ein Experte für die Sanierung von Kirchen schätzt den Betrag allerdings auf eine sechsstellige Summe im unteren Bereich. „Nicht unter 100.000 Euro“, sagte der Fachmann. Auch wie lange die Sanierung des Turms tatsächlich dauert, ist noch nicht abzusehen. Erst müssen noch Mitarbeiter der Denkmalschutzbehörde sich ein Bild vor Ort verschaffen. Das ist erst für die kommenden Wochen geplant. Anfang des Jahres hatte sich bei einer bauphysikalischen Begutachtung der Kirche herausgestellt, dass die Holzbalken im Turmhelm von Fäulnis befallen sind und ausgewechselt werden müssen. Das ist aufwändig – und ebenfalls kostspielig. „Die 100.000 Euro für die Arbeiten muss die Friedenskirchengemeinde allein aufbringen“, sagt Sudbrack.

Dafür greife man auf Rücklagen zurück. Nach Heizungssanierung, Turm und neuem Innenanstrich sähen die allerdings „bedeutend knapper“ aus. Bis die Sanierungsarbeiten an der Heizungsanlage abgeschlossen sind, finden die Gottesdienste im Lutherhaus an der Altenderner Straße 62 statt.