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Satellit funkt Abfahrtszeiten erst ab 2008

IM WESTEN Nicht so schnell wie erhofft können die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) ihre neuen Fahrgastinformations-Säulen in Betrieb nehmen. Nun haben sie aber eine Übergangslösung gefunden.

von Von Beate Dönnewald

, 12.10.2007
Satellit funkt Abfahrtszeiten erst ab 2008

Auf die Anzeige der Abfahrtszeiten müssen die Fahrgäste noch eine Weile warten. Immerhin werden nun aber die Buslinien aufgelistet.

Ursprünglich sollten auf diesen Hinweistafeln ab Anfang 2008 durch den Einsatz von Satellitentechnik die genauen Abfahrtzeiten der Busse angezeigt werden. Aufgrund eines Übertragungsfehlers verzögert sich der Einsatz dieses rechnergesteuerten Betriebsleitsystems, für dessen Aufbau der Generalunternehmer T-Systems verantwortlich zeichnet, nun aber um einige Monate. "Es handelt sich um ein sehr komplexes System, das in dieser Form bislang einmalig in Deutschland ist", bittet DSW21-Pressesprecher Bernd Winkelmann um Verständnis.

Veranstaltungshinweise

Nun habe man aber eine Möglichkeit gefunden, die schon längst installierten Fahrgast-Informationssäulen trotzdem zu nutzen: "Wir listen auf den Tafeln die Linien und Richtungen auf. Und nutzen sie für Veranstaltungshinweise sowie andere Texte. Allerdings muss das alles einprogrammiert werden", berichtet Bernd Winkelmann auf Anfrage. Mittlerweile, fügt er hinzu, würde auf einigen Tafeln auch die synchronisierte Uhrzeit angezeigt. Aus den Reihen der Fahrgäste habe es schon positive Resonanz auf die Maßnahme gegeben, freut sich der Pressesprecher.

Der Probebetrieb, der ursprünglich für Juni 2007 geplant war, folgt laut Bernd Winkelmann nun im Frühjahr 2008. Ausgewählt wurde dafür u.a. die Linie 470/440 (Mengede-Flughafen-Mengede), so dass dann bereits die Fahrgäste in den Stadtbezirken Lütgendortmund, Huckarde, Mengede, Hörde und Aplerbeck von dem neuen Projekt profitieren können. "Wenn alles glatt läuft, wird das rechnergesteuerte Betriebsleitsystem dann zwei Monate später im gesamten Stadtgebiet eingesetzt", hofft Bernd Winkelmann.

An dem 20 Millionen Euro teuren Projekt beteiligen sich auch die Verkehrsunternehmen Bogestra und HCR. 90 Prozent werden mit öffentlichen Mitteln gefördert.