Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Scanner an der Halsschlagader

BOCHUM Die Geschäftsführer des Bochumer Unternehmens LP-IT Innovative Technologies GmbH, Dr. Andreas Lorenz und Dr. Andreas Pesavento, haben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für ein Ultraschall-Projekt Ihrer Firma offiziell den EUREKA-Status erhalten. Sie arbeiten nun zusammen mit Forschern aus den Niederlanden, Frankreich und Belgien an einem System zur Früherkennung von Herz/Kreislauferkrankungen.

15.10.2007

Das interdisziplinäre Team entwickelt in einem Forschungsprojekt einen Handscanner, den der behandelnde Arzt mühelos auf die Halsschlagader seiner Patienten halten kann und der ein vorhandenes Arteriosklerose-Risiko schon im Frühstadium anzeigen soll. Die EU hat für das Gesamtprojekt im Bereich der Medizintechnik, das voraussichtlich bis Ende 2008 läuft, insgesamt 12 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Diagnose verbessern

Die Aufgabe der Bochumer Forscher Lorenz und Pesavento besteht darin, das von ihnen bereits 1999 entwickelte Echtzeit-Ultraschall-Verfahren für die Diagnose der Halsschlagader weiterzuentwickeln. Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine Ultraschall-Technik, die weltweit erstmals in Echtzeit bis zu 30 Bilder pro Sekunde generiert und die Diagnosemöglichkeiten stark verbessert.

Bild mit Ultraschall

"Wenn der Arzt mittels des Handscanners die Halsschlagader untersucht und dabei leichten Druck ausübt, berechnet ein schneller Algorithmus minimale Verschiebungen in aufeinander folgenden Ultraschallaufnahmen. Verhärtungen der Arterie, die auf Verkalkungen hinweisen, verformen sich bei der Kompression nicht so stark wie weiches bzw. gesundes Gewebe, so dass diese Bereiche im ,Ultraschall-Dehnungsbild' deutlich zu unterscheiden sind", erklärt Dr. Andreas Lorenz.