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Schadstoffbelastung hängt vom sozialen Status ab

Dessau (dpa/tmn) Alle Kinder sind von Umweltbelastungen betroffen - doch welchen Schadstoffen sie in Kontakt kommen, hängt mit ihrem sozialen Status zusammen. Das berichtet das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau im «Umweltmedizinischen Informationsdienst (UMID)».

Mit einigen Schadstoffen kommen aber eher Kinder aus sozial benachteiligten Familien in Kontakt, mit anderen Kindern aus sozial bessergestellten Familien. Haushaltsprodukte mit fraglichem Nutzen, etwa Weichspüler, Desinfektionsmittel, Sanitärreiniger, Toilettensteine und Raumsprays werden demnach häufiger in sozial benachteiligten Familien eingesetzt als in sozial bessergestellten. Möglicherweise zielten in der ersten Gruppe die Hygienevorstellungen stärker auf Sterilität im Haushalt, was weder notwendig, noch erreichbar sei, so das UBA.

Die Inhaltsstoffe der Produkte könnten vor allem Haut- und Schleimhautreizungen auslösen. Bei den beigefügten Duftstoffen bestehe der Verdacht, dass sie Allergien begünstigen. Selbst bei sachgemäßem Gebrauch könnten Kinder durch die Freisetzung der Chemikalien belastet sein.

Bessergestellte Familien greifen dagegen eher zu chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln als sozial benachteiligte. Mittel zum Textil- und zum Vorratsschutz würden von ihnen deutlich häufiger eingesetzt, teilt das UBA mit. Um eine Belastung der Kinder mit chemischen Wirkstoffen auszuschließen, sollten zum Schutz vor Schädlingen chemiefreie Mittel verwendet werden. Für den Kinder-Umwelt-Survey wurde von 2003 bis 2006 eine repräsentative Stichprobe von 1790 Kindern im Alter von 3 bis 14 Jahren untersucht. Am Erwachsenen-Survey nahmen von 1997 bis 1999 rund 4800 Erwachsene im Alter von 18 bis 69 Jahren teil.

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