Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Schäuble ruft zu Respekt im Umgang mit China auf

Berlin (dpa) Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat zu Respekt in der kritischen Auseinandersetzung mit China aufgerufen. «Die Olympischen Spiele werden die Öffnung Chinas weiter voranbringen.

Schäuble ruft zu Respekt im Umgang mit China auf

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat zu Respekt in der kritischen Auseinandersetzung mit China aufgerufen.

Die Chinesen scheinen einzusehen, dass Freiheit und Menschenrechte die beste Basis für eine gute Zukunft sind», sagte Schäuble der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Der CDU-Politiker rief dazu auf, die Fortschritte in China anzuerkennen.

«Wir sollten Respekt vor der Entwicklung Chinas haben und vor der Größe der Probleme, die die chinesische Führung meistern muss, in einem Land mit eineinhalb Milliarden Menschen, von denen mehrere hundert Millionen noch immer unvorstellbar arm sind», sagte Schäuble. Das heiße nicht, dass der Westen keine Kritik üben dürfe. «Trotzdem dürfen wir selbstbewusst sagen, dass wir manches, was in China geschieht, nicht für richtig halten. Wenn man das respektvoll tut, so ist meine Erfahrung, stößt man auch auf offene Ohren.»

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte Unverständnis über die chinesische Internet-Zensur für die Olympia-Journalisten in Peking. «Ich verstehe nicht, warum die chinesische Regierung mit der Begrenzung des Internet-Zugangs erneut weltweite Skepsis geweckt hat», sagte Steinmeier in einem Interview des Hamburger Nachrichtenmagazins «Der Spiegel». Er habe seinem chinesischen Amtskollegen dieses Unverständnis deutlich vorgetragen, sagte Steinmeier, der mit dem chinesischen Außenminister Yang Jiechi telefoniert hatte.

Der Weg zu einer offeneren Gesellschaft verlaufe nie linear und ohne Rückschläge - «erst recht nicht in einem so komplexen Land wie China». Deutschland müsse an China dranbleiben, «auch wenn wir uns oft ärgern und manchmal einfach wundern». Auseinandersetzungen müssten, wo notwendig, selbstbewusst geführt werden. «Der Bau einer neuen Weltordnung kann nicht ohne oder gar gegen solche Mächte stattfinden», sagte Steinmeier. «So schön es wäre, per Kabinettsbeschluss können wir China und Russland jedenfalls nicht ändern.»

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Politik

Südchinesisches Meer: USA und China auf Konfrontationskurs

Singapur (dpa) Es ist zwar diplomatisch verpackt, aber dann reden die USA doch Tacheles mit China. Der US-Verteidigungsminister weist Peking zurecht. Ein ein Oberst der Volksbefreiungsarmee ist unbeeindruckt.mehr...

Politik

USA besorgt über Chinas Vorgehen im Südchinesischen Meer

Peking (dpa) Land schafft Macht: Künstlich lässt Peking Riffe im Südchinesischen Meer ausweiten. US-Außenminister Kerry kritisiert das Vorgehen und handelt sich bei seinem China-Besuch eine harsche Antwort ein.mehr...

Politik

China sperrt kritische Journalistin für sieben Jahre weg

Peking (dpa) Mit einem neuen Gesetz gegen Geheimnisverrat geht China gegen Journalisten vor. Eine bekannte Reporterin muss für sieben Jahre in Haft. Das Urteil stößt auf internationale Kritik. In keinem Land sitzen so viele Journalisten hinter Gittern wie in China.mehr...

Politik

China will neue «regionale Ordnung» aufbauen

Bo'ao (dpa) Mit einer Entwicklungsbank und «Neuen Seidenstraße» will China die multipolare Weltordnung aktiv mitgestalten. Die USA verfolgen Pekings Ambitionen eher kritisch. Kann Xi Jinping die Sorgen zerstreuen?mehr...

Politik

Premier warnt China bei Volkskongressende vor harten Zeiten

Peking (dpa) Weniger Wachstum, schmerzhafte Reformen. Premier Li bereitet China auf härtere Zeiten vor. Trotz der schwachen Konjunktur steigen die Rüstungsausgaben kräftig. Der Widerstand gegen die Reformen wächst.mehr...

Politik

China schraubt Wachstumsziel herunter

Peking (dpa) Gebremstes Wachstum, Unzufriedenheit und Korruption. Chinas Regierungschef Li Keqiang prangert die Probleme des Milliardenvolkes an. Er warnt vor Gefahren - und möglichem Chaos.mehr...