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Vier große Baustellen

Schalke-Coach Weinzierl gehen die Stürmer aus

Gelsenkirchen Platz 16 nach sieben Spieltagen, ein negatives Torverhältnis und nur vier Punkte auf dem Konto: Der FC Schalke 04 läuft in der Bundesliga den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Trainer Weinzierl steht vor einem Berg von Problemen. Wir diskutieren die vier größten Baustellen.

Schalke-Coach Weinzierl gehen die Stürmer aus

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Augsburg und dem FC Schalke 04.

Die schwache Offensive: Nur sieben Tore in sieben Bundesligaspielen sind eine karge Zwischenbilanz. Dass der zweifache Torschütze Embolo nun viele Monate ausfallen wird, verschärft die Probleme im Angriff dramatisch. Embolo gab sich via Facebook zwar kämpferisch („Es geht mir schon etwas besser. Ich will so schnell wie möglich zurück auf den Platz“), doch Weinzierl muss nun Lösungen finden, wie er den langfristigen Ausfall des hochbegabten Schweizer Nationalspielers auffangen kann. Embolo muss nach seiner Operation am Sprunggelenk noch einige Tage in der Klinik in Augsburg bleiben, ehe er mit den ersten Reha-Maßnahmen beginnen darf.

Klaas-Jan Huntelaar dürfte nun im Sturmzentrum erste Wahl sein. Doch seine Abschlussqualitäten kann der Niederländer nur einsetzen, wenn er von den Außenbahnen mehr Unterstützung bekommt als in den vergangenen Partien. Auch auf Eric Maxim Choupo-Moting, der ebenfalls in der Sturmmitte spielen könnte, kann Weinzierl erst einmal nicht bauen. Der 27-Jährige hat sich in der Partie in Augsburg eine Reizung im rechten Knie zugezogen.

 

Die unzureichende Mentalität: Auch in Augsburg war Schalke nicht in der Lage, eine gute Ausgangsposition (1:0-Führung) in einen Sieg umzumünzen. „Wir müssen einfach konsequenter agieren“, haderte Weinzierl mit seinen Spielern, die den knappen Vorsprung eher verwalten wollten, anstatt ihn auszubauen. Solch eine Spielweise kosten dann Punkte, die den Schalkern wehtun. 90 Minuten die Konzentration hoch halten, das haben Höwedes und Co. in dieser Saison bisher nur ganz selten geschafft.

 

Die schleppende Integration der Neuzugänge: Gegen das große Verletzungspech von Embolo und Coke, die fest als Stammkräfte eingeplant waren, ist Schalke machtlos. Bei den übrigen neuen Spielern wechselten mit Ausnahme von Bentaleb jedoch bisher zu oft Licht und Schatten. Konoplyanka und Stambouli sind auf Schalke sportlich noch nicht angekommen. Da ist Geduld gefragt, was angesichts der schwierigen Situation in der Bundesliga schwer fallen dürfte.

Der Frust der Reservisten: Einige Spieler, die in der vergangenen Saison noch zum Kreis der Stammspieler zählten, spielen bei Weinzierl keine Rolle. Gemeint sind zum Beispiel Aogo oder Caicara, die nur noch auf der Bank oder der Tribüne sitzen. Da droht intern Konfliktpotenzial, vor allem dann, wenn Schalke in der Bundesliga nicht in die Erfolgsspur zurückfindet.

FK Krasnodar

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