Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Dreierkette als Erfolgsrezept

Schalke belohnt sich für hohen Derby-Aufwand

DORTMUND Abgekämpft, aber glücklich trat Benedikt Höwedes nach dem 0:0 in Dortmund vor die Journalisten. Der Schalker Kapitän war mit dem Auftritt der eigenen Mannschaft beim Erzrivalen sehr zufrieden. Der 28-Jährige sieht sein Team nach dem siebten Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage auf einem guten Weg.

Schalke belohnt sich für hohen Derby-Aufwand

Bester Schalker gegen den BVB: Sead Kolasinac.

„Wir sind mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen und waren in der ersten Halbzeit dominant. Da haben wir unheimlich viel in die Laufwege investiert. Mit dem Punkt können wir sehr gut leben“, sagte Höwedes. Viel Herzblut, etwas Glück und gut geführte Zweikämpfe waren für den Schalker Verteidiger die Grundlage für das Unentschieden. „Wir müssen weiter immer nach vorne verteidigen, um den Gegner in Schwierigkeiten zu bringen“, so lautete die Forderung von Höwedes für den weiteren Saisonverlauf.

Neue Stabilität

Der 28-Jährige sieht sein Team nach dem siebten Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage auf einem guten Weg. „Wir geben Gas und belohnen uns für den Aufwand, den wir betreiben. Ich bin guter Dinge, dass wir diesen Lauf fortsetzen können,“ so der Defensivspezialist.

Nur vier Gegentore kassierten die Königsblauen während ihrer Erfolgsserie. Die neue Stabilität in der Abwehr ist auch darauf zurückzuführen, dass Trainer Weinzierl ein 3-5-2-System bevorzugt. Die Dreierkette mit Höwedes, Naldo und Matija Nastasic verlor in Dortmund nur in ganz wenigen Augenblicken die Übersicht. Das Trio hat sich im bisherigen Saisonverlauf eingespielt und wurde in brenzligen Phasen gut von Sead Kolasinac und Alessandro Schöpf auf den Außenbahnen unterstützt.

Kolasinac gewinnt 67 Prozent seiner Duelle

„Das funktioniert gut. Wenn ich mich in die Offensive einschalte, gibt es immer eine Absicherung“, betonte Kolasinac, der seine Rolle im System von Weinzierl weitaus angriffsfreudiger interpretieren darf und soll. Auch seine Zweikampfstärke imponierte in Dortmund: Er gewann 67 Prozent seiner Duelle.

Schalkes blau-weißer Beton stellt die Gegner seit Wochen vor erhebliche Probleme. „Wir haben wieder zu Null gespielt. Das gibt Selbstvertrauen“, freute sich Weinzierl. Ganz nebenbei stellten die Königsblauen sogar einen historischen Rekord auf. In der ersten Halbzeit ließen sie keinen einzigen Torschuss von Borussia Dortmund zu. Das gab es noch nie, seit 1992 mit entsprechenden Statistiken gearbeitet wird.

In neuer Funktion

Für den Schalker Trainer war es das erste Derby, dass er in neuer Funktion erlebte. Dabei sahen die 7000 Schalker Fans den 41-Jährigen an der Seitenlinie auch in Dortmund wie seit dem Saisonbeginn: engagiert und immer auf Ballhöhe. Weinzierl verließ den Signal Iduna Park ebenso zufrieden wie Nabil Bentaleb, den seine Derby-Premiere besonders beeindruckt hatte. „Es war eine unglaubliche Atmosphäre. Da macht es Spaß, Fußball zu spielen“, so der Schalker Neuzugang.

Mit jedem Erfolgserlebnis glaubt Schalke nun mehr an die eigene Stärke. Noch konnte der schwache Saisonstart punktemäßig und tabellarisch zwar nicht wettgemacht werden, doch die nächsten Gegner in der Bundesliga (Bremen, Wolfsburg und Darmstadt) lösen bei Höwedes und Co. längst kein Unbehagen mehr aus.

Donnerstag gegen Krasnodar

Bis Dezember erscheinen die Perspektiven gut, in der Bundesliga eine erfolgreiche Aufholjagd starten zu können. Und das 0:0 in Dortmund gibt Rückenwind, um mit einem Heimerfolg gegen Krasnodar am Donnerstag früh das Überwintern in der Europa League zu sichern. 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sondierungen in Berlin

Optimismus und Skepsis nach Jamaika-Gesprächen

Berlin Jamaika ausloten, Tag zwei: FDP und Grüne wollten am Donnerstag bei ihrem Treffen bei Blumenkohlsuppe und Streuselkuchen nicht zu sehr in Verletzungen der Vergangenheit rumwühlen. Nebenbei rumort es aber ordentlich - vor allem im konservativen Lager.mehr...

Fußball: Champions League

FC Bayern schlägt Celtic Glasgow ohne Probleme

MÜNCHEN Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München hat den Einzug in das Achtelfinale der Champions League wieder fest im Visier. Die Münchner gewannen am Mittwoch am dritten Spieltag der Gruppe B daheim 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Politik

Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin

Dresden (dpa) Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. Seine CDU wird kalt erwischt.mehr...