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Schalke will Vertrag mit Tedesco verlängern

Gelsenkirchen. Trotz Unterzahl rettet Schalke beim 1:1 gegen Gladbach einen Punkt. Zur Rückkehr in die Champions League fehlt nur ein kleiner Schritt. Heidel und Tedesco bekräftigen, dass die Zusammenarbeit über 2019 fortgesetzt werden soll. Für Ärger sorgt die „Verletzung“ von Meyer.

Schalke will Vertrag mit Tedesco verlängern

Soll beim FC Schalke 04 eine neue Ära einleiten: Trainer Domenico Tedesco. Foto: Guido Kirchner

Vom Novizen zur Dauerlösung - Domenico Tedesco soll beim FC Schalke 04 eine erfolgreiche Ära wie einst Huub Stevens prägen.

Der Revierclub und der Traineraufsteiger betonten nach dem Kraftakt beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach, dass sie ihre erfolgreiche Zusammenarbeit über die ursprünglich fixierte Vertragsdauer hinaus fortsetzen wollen. „Domenico und ich sind uns zu 100 Prozent darüber einig, dass der Vertrag von ihm 2019 nicht enden wird“, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Der Manager betonte, dass der gemeinsame Weg unabhängig von der noch nicht ganz sicheren Champions-League-Qualifikation weitergehen soll. „Die Verlängerung wird kommen ohne jeglichen Bezug dazu, was Schalke in dieser Saison erreichen wird. Wie lange, das werden wir bekannt geben, wenn es soweit ist.“ Nach der Spielzeit werde man sich zusammensetzen und die Details besprechen. Dem Vernehmen nach soll der neue Vertrag eine erheblich Aufbesserung des Salärs mit sich bringen.

Tedesco schob das Thema zwar noch beiseite, hat sich mündlich mit Heidel aber schon geeinigt. „Grundsätzlich fühle ich mich pudelwohl hier und es ist einen Ehre für mich, für den Club zu arbeiten“, sagte der 32-Jährige. „Wir haben kurz darüber gesprochen. Es war einfach nur ein Signal. Ich habe ihm ein Signal zurückgegeben. Dafür braucht man keine zwei Minuten.“

Noch aber habe man andere Themen, „die wichtiger sind“, meinte der im Sommer überraschend verpflichtete Tedesco, der zuvor den Zweitligisten Erzgebirge Aue vor dem Absturz in die 3. Liga gerettet hatte. In seiner ersten Saison führt er den taumelnden Revierclub mit Akribie und Sachverstand gleich zurück in die nationale Spitze und ins Pokal-Halbfinale.

Bei den Fans genießt er insbesondere nach den beiden Revierderbys gegen den BVB, als das Team in Dortmund nach einem 0:4 zur Pause noch ein 4:4 erreichte und den Rivalen im Rückspiel auf Schalke 2:0 bezwang, bereits Kultstatus. „Wir können froh sein, wenn wir mit diesem Trainer weitermachen können„, schwärmte Kapitän Ralf Fährmann am Samstag.

Zur sicheren Rückkehr in die Königsklasse nach vier Jahren benötigt Schalke in den beiden ausstehenden Saisonspielen in Augsburg und gegen Frankfurt nur noch einen Punkt. Um so wichtiger war das Remis im turbulenten Westduell mit der Borussia, die nach der Roten Karte für Schalkes Nabil Bentaleb (13. Minute) fast 80 Minuten in Überzahl agierte. „Das Unentschieden fühlt sich an wie ein Sieg“, konstatierte Heidel nach den Toren von Raffael (32.) und Daniel Caligiuri (45.+3/Handelfmeter).

Der im Sommer zum FC Bayern München wechselnde Leon Goretzka ist sicher, dass sein jetziges Team sich den „Traum von der Champions League“ erfüllt. „Wir haben so viel gearbeitet, das werden wir uns nicht mehr nehmen lassen.“

Anders als bei Goretzka droht Schalke im Fall Max Meyer eine Trennung im Streit. Das 22 Jahre alte Eigengewächs stand gegen Gladbach nicht im Kader, obwohl er nach eigenem Bekunden hätte spielen können. „Was soll ich sagen. Ich war nicht verletzt“, meinte Meyer, der auf dem offiziellen Aufstellungsbogen wegen einer „Fußverletzung“ als Ausfall geführt worden war.

Am Donnerstag war endgültig bestätigt worden, dass Meyer den Club nach neun Jahren mit unbekanntem Ziel ablösefrei verlässt. „Er hat am Mittwoch das Training abgebrochen. Jetzt scheint es ihm besser zu gehen, aber er hat zwei Tage nicht trainiert. Das ist Fakt“, stellte Tedesco klar. „Deswegen war er nicht im Kader.“

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