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Schalom-Zentrum besteht den "Umwelt-TÜV"

Energie sparen

SCHARNHORST. Das Gemeindezentrum Scharnhorst-Schalom hat den Umwelt-TÜV bestanden. Der Weg zur Zertifizierung nach EMAS (Eco Management and Audit Scheme) war jedoch ein langer Weg.

30.08.2010
Schalom-Zentrum besteht den "Umwelt-TÜV"

Umweltprüfer Henning von Knobelsdorff (l.) übergibt das Zertifikat an Umweltschutz-Management-Beauftragte Christa Seck-Bahrenberg und Pfarrer Michael Bahrenberg.

„Geschafft! Umwelt-TÜV bestanden!“ Erschöpft, aber glücklich nimmt das Team im Gemeindezentrum Scharnhorst-Schalom die Glückwünsche des Prüfers Henning von Knobelsdorff entgegen. Damit erhält das Gebäude die Zertifizierung nach EMAS. Der Weg dorthin war arbeitsreich und mühsam. Fast zwei Jahre lang hat das Team unter Leitung der Umweltmanagement-Beauftragten Christa Seck-Bahrenberg das Gebäude von 1971 durchgecheckt. Wasser- und Stromverbrauch, sogar die Toilettenspülung – alles wurde überprüft. Wo sind Energiefresser am Werk, wo lässt sich etwas einsparen? „Grüner Hahn“ nennt sich das Projekt zum Umweltmanagement der evangelischen Kirche.

Mit dem Ergebnis ist das Schalom-Team zufrieden. „In Sachen Energieverbrauch und Umweltschutz liegen wir im guten Mittelbereich“, sagt Christa Seck-Bahrenberg. Mit kleinen Schritten lässt sich viel bewirken. So sollen die etwa 300 Glühbirnen in den Multi-Funktions-Räumen nach und nach durch Energiesparlampen ersetzt werden. In weniger besuchten Bereichen tun es Halogen-Lampen. Für die viel genutzten Räume lohnt sich die Anschaffung teurerer LED-Leuchten. Preiswert realisieren lässt sich auch der Tipp, Vorhänge vor den Heizkörpern im Eingangsbereich anzubringen. Dieser „Windfang“ könnte die Heizkosten um bis zu zehn Prozent senken. Die Anschaffung abschaltbarer Steckerleisten für die Computer versteht sich fast von selbst.

Aufwändiger ist da schon die Empfehlung, die Heizungsumwälzpumpen auszutauschen. Neue, sich selbst regelnde Pumpen würden helfen, Energie zu sparen. „Wir müssen schauen, ob wir uns das leisten können“, sagt Pfarrer Michael Bahrenberg. Ein ganz anderes, heißes Eisen kann die Gemeinde alleine gar nicht anpacken. Möglicherweise enthält die Verkleidung des Gemeindezentrums Asbest. Ob und wenn ja, mit welchem Aufwand saniert werden müsste, soll zunächst der Kirchenkreis anhand des angebauten Kindergartens überprüfen. Die Analyse schärft auch das Umweltbewusstsein zu Hause. Umweltteam-Mitglied Karl-Heinz Schmidt gibt an: „Ich habe zu Hause ebenfalls alles überprüft und meinen privaten Stromverbrauch um die Hälfte gesenkt. Wir waschen jetzt Wäsche, wenn die Sonne scheint. Dann bleibt der Trockner aus.“

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