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"Schaulaufen" im Rat

BOCHUM "Stückwerk, falsche Prognosen, missachteter Elternwille" - die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Ingrid Borchert konnte sich gestern im Beifall von der Besuchertribüne im Rat sonnen.

von von Joachim Stöwer

, 13.12.2007
"Schaulaufen" im Rat

<p>Schüler und Eltern übergaben OB Dr. Ottilie Scholz (rechts) 11 000 Unterschriften für den Erhalt des Ostring-Gymnasiums.</p>

Genutzt hat es ebenso wenig wie die Unterstützung von FDP und UWG - Die Koalitionsmehrheit von SPD und Grünen konnte sich sogar über Beistand von Linken und sozialer Liste bei der Verabschiedung der Schulentwicklungsplanung freuen.

Es bleibt bei den schon in vielen Ausschüsse diskutierten Verwaltungsvorschlag mit der Verbundlösung für zehn Grundschulen und dem Auslaufen der St.-Barbara-Schule. Und natürlich der Zusammenlegung von Gymnasium am Ostring und der Albert-Einstein-Schule im Neubau an der Wiemelhauser Straße zum Schuljahr 2010/11. Der wird fünfzügig, nicht wie von der CDU als Notlösung beantragt, sechszügig, um wenigstens beiden Schulen Chancengleichheit einzuräumen.

"Beratungsresistenz"

Beim "Schaulaufen" (Ernst Lange, Linksfraktion) wurden die altbekannten Argumente noch einmal ausgetauscht - nicht ganz ohne Spitzen: "Beratungsresistenz bei der Koalition" (Borchert) - "abgezockte Populistin" (Lange über Borchert), und auch die "elitäre Geisteshaltung" von Ostring-Fürsprechern wurde kritisiert (Koalition).

Was als wichtiger Kern für Rot-Grün bleibt, sind die Sicherung der Stadtteil-Gymnasien und der Profile der Fusions-Schulen, wie Ernst Steinbach (SPD) hervor hob. Die übrigen Gymnasien in der Innenstadt dürften sich nach seiner Einschätzung wegen der schwindenden Schülerzahlen demnächst auf Verbünde einrichten müssen.

Justiz gewinnt

Aber sie haben den Vorteil, dass sie nicht etwa anderen Landesbauten weichen müssen. Der Umzug der Justiz zum Ostring war schließlich auch ein Grund, die Zusammenlegung voranzutreiben - einmal, weil die Gerichte sich besser ausbreiten können, zum anderen, um städtebauliche Attraktivierung zu erzielen. CDU-Fraktionsvorsitzender Lothar Gräfingholt sieht denn auch neben dem Justiz-Komplex schon ein großes Bürocenter emporwachsen - für die Praxen von Anwälten - vielleicht ehemalige Ostring-Schüler.

Kommentar in der Freitag-Ausgabe der Ruhr Nachrichten