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Schauspielhaus inszeniert Lindgrens "Michel"

Premiere am Sonntag

Er macht viel Unsinn und treibt seine Eltern fast in den Wahnsinn: Michel aus Lönneberga. Doch geht es nach Regisseurin Katja Lauken und Dramaturg Justus von Verschuer, dann meint es der Junge eigentlich gar nicht so.

BOCHUM

, 29.11.2014
Schauspielhaus inszeniert Lindgrens "Michel"

»Michel aus Lönneberga« feiert am Sonntag, 30. November, Premiere im Schauspielhaus. Im Stück geht es um die Frage, ob Michel eigentlich ein guter Junge ist.

„Astrid Lindgren ist eine großartige Schriftstellerin“, sagt Katja Lauken. Für sie stand schnell fest, dass sie für das diesjährige Weihnachtsstück eine Geschichte der schwedischen Autorin auf die Bühne bringen wollte. Doch was einfach klingt, erwies sich als Herausforderung, wie Dramaturg Justus von Verschuer erklärt: „Am Anfang stand die Frage, wie man aus den kleinen Episoden einen Theaterabend macht.“

Den notwendigen Bogen fanden sie im Charakter Michels – denn den halten beide für einen Jungen, der seine Taten nicht bis zum Ende durchdenkt. „Wir erzählen was an drei Tagen im Sommer, Spätsommer und Winter passiert und gehen dabei der Frage nach, ob Michel ein guter Junge ist“, sagt Lauken. Doch obwohl aus dramaturgischen Gründen kleinere Änderungen notwendig waren, wollen Lauken und von Verschuer dem Original so treu wie möglich bleiben: „Wir hatten es zunächst etwas mehr im Gegenwartsdeutsch gedacht, sind davon aber wieder abgekommen“, so die Regisseurin.

Ganz anders sieht das bei der Bühne aus. Um sich von der Welt der bekannten TV-Umsetzung abzuheben, entwickelte Bühnenbildnerin Maren Geers eine ganz eigene Ästhetik. Statt Dalarna-Rot dominieren auf der Bühne, deren Entwürfe entfernt an die Augsburger Puppenkiste erinnern, vor allem Blautöne. „Die Bühne sieht so aus, wie sie sich unser Michel vorstellen würde“, sagt Lauken. Die Suche nach einem Hauptdarsteller war unproblematisch: „Noch bevor die Besetzungsliste feststand, sagten alle im Haus, dass den Michel eigentlich nur einer spielen könnte.“ Und genau der wurde es dann auch. So wird sich dann bei der Premiere am Sonntag erweisen, ob sich Thorsten Flassig als Michel als Idealbesetzung erweisen wird. Im vergangenen Jahr eroberte er jedenfalls bereits als Seppel im Hotzenplotz die Herzen der Kinder im Sturm.  

Die Premiere am Sonntag, 30. November, ist ausverkauft. Weitere Termine: 7. Dezember, 16 Uhr; 14. Dezember 11 und 16 Uhr. Zur Vorstellung am 14. Dezember um 16 Uhr hat das Schauspielhaus allen Mitarbeitern der Adam Opel AG mit ihren Familien Freikarten angeboten. So möchte das Team von der Königsallee seine Solidarität und Verbundenheit zum Ausdruck bringen.

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