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Schell: Bahn-Angebot ist eine Mogelpackung

BERLIN Die Lokführergewerkschaft GDL will am kommenden Montag (3. Dezember) mit der Deutschen Bahn über das neue Tarifangebot verhandeln. Bis dahin solle es keine weiteren Streiks geben, sagte GDL-Chef Manfred Schell am Montag in Berlin. Die GDL kritisierte das Bahn-Angebot vom vorigen Mittwoch jedoch als „Mogelpackung“, weil es keinen „eigenständigen Tarifvertrag“ für die GDL vorsehe.

Deshalb müsse in der ersten Verhandlungsrunde die rechtliche Bedeutung des eigenständigen Tarifvertrags geklärt werden, sagte er nach einer Sitzung von Hauptvorstand und Tarifkommission. Falls es darüber keine Einigung geben sollte, seien neue Streiks die Folge.

Einkommensverbesserungen von mindestens acht Prozent

Das jüngste Angebot der Bahn enthält Einkommensverbesserungen von mindestens acht Prozent. Durch bezahlte Mehrarbeit können bis zu 13 Prozent mehr Geld zusammenkommen. Bahnchef Hartmut Mehdorn sprach von einem „eigenständigen Tarifvertrag“ für Lokführer, der sich aber „konflikt- und widerspruchsfrei“ in das einheitliche Tarifgefüge des Konzerns eingliedern müsse.

Tiefensee kündigt Stellungnahme an

Für den Abend kündigte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) eine Stellungnahme zur jüngsten Entwicklung im Bahn-Tarifkonflikt an.

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