Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schlebach ruft den Abstiegskampf aus

Fußball

Beim SV Schermbeck hat Trainer Christoph Schlebach endgültig den Abstiegskampf ausgerufen. Der SV Rot-Weiß Deuten hat in selbigem einen wichtigen Sieg über Gemen gefeiert.

DORSTEN / SCHERMBECK

von Von Ralf Weihrauch, Armin Dille, Andreas Leistner

, 23.10.2016

Westfalenliga 1 SC Herford - SV Schermbeck 4:0 (2:0)

Wie befürchtet, fehlten neben den gesperrten Marek Klimczok und Tuncay Turgut auch noch der verletzte Evans Kissi. Semih Esen fällt wegen seiner Knieverletzung ohnehin für längere Zeit aus. Das wollte aber Schlebach nicht als alleinige Ursache nehmen: „Wir haben uns zu wenige Torchancen herausgespielt. Die wenigen Möglichkeiten ergaben sich aus Standards oder Distanzschüssen.“

Die Herforder Führung war ärgerlich, weil der Flankengeber für den Schützen Julian Mädler zuvor im Abseits gestanden hatte. Marc Schröter hatte die beiden einzigen Chancen für den SVS, setzte aber sowohl einen Freistoß als auch einen Schuss aus der zweiten Reihe knapp neben das Tor.

Beim 0:2 waren die Schermbecker behilflich: Aykut Akyildiz spielte einen zu kurzen Pass zurück zu einem Verteidiger. Es folgte eine Herforder Flanke, die wiederum Julian Mädler verwertete.

Im zweiten Durchgang wurde es für die Schermbecker nicht besser. Der eingewechselte Dennis Kündig schoss einmal gefährlich aufs gegnerische Tor, ansonsten waren die Schermbecker vom Anschlusstreffer weit entfernt. Zwar versuchten sie alles, kamen aber nie bis in den Herforder Strafraum.

Der SC nutzte die nun offensivere Schermbecker Taktik zu einigen Kontern. In der 76. Minute führte ein Angriff über links zum 3:0 durch den eingewechselten Martin Fuhsy. Fünf Minuten später leitete ein Konter über die rechte Seite Fuhsys Treffer zum 4:0 ein.

Der 13. Platz ist für den Oberliga-Absteiger nicht nur enttäuschend, sondern auch alarmierend. Nur drei Punkte trennen die Schlebach-Elf von einem Abstiegsplatz. Die Höhe der Niederlage in Herford ist ebenfalls besorgniserregend, da der SC vor dem Match gerade einmal einen Punkt vor dem SVS stand.

Die Aussichten werden nicht besser, denn mit dem TuS Haltern kommt am kommenden Sonntag der Spitzenreiter nach Schermbeck, und eine Woche später ist der Tabellenzweite Rödinghausen zu Gast.

SVS: Rudolph; Böninghausen, Ewald, Hasselkus (58. Kündig), Niehoff, Schröter (87. Springenberg), Ihnen (67. Helling), Scheuch, Niewerth, Akyildiz, Niedzicki.

Tore:  1:0 Mädler (27.), 2:0 Mädler (41.), 3:0 Fuhsy (76.), 4:0 Fuhsy (85.).

Landesliga 4 SV Herbern - SV Hardt 1:1 (0:0)

Marc Wischerhoff, Trainer des SV Hardt, zeigte sich nach dem Spiel nicht unzufrieden mit dem Remis: „Mit Blick darauf, dass wir lange in Unterzahl gespielt haben, nehmen wir den Punkt gerne mit.“ Ein umkämpftes und intensives Spiel entwickelte sich vom Start weg. Allerdings ergaben sich hüben wie drüben keine echten Torchancen, beide Teams duellierten sich hauptsächlich im Mittelfeld.

Mit einem torlosen Remis ging es so auch in die Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff war weiter Biss in der Partie. Nun merkte man beiden Mannschaften aber eher an, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. So gab es auch mehr gefährliche Torsituationen auf beiden Seiten. Als Athanasios Mitrentsis sich im gegnerischen Strafraum durchtankte, wurde er von den Beinen geholt und der Unparteiische deutete ohne zu zögern auf den Punkt. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Benedikt Jansen sicher zur 1:0-Führung aus Hardter Sicht (48.).

Kurios dann der Ausgleichstreffer zum 1:1 durch die Platzherren (55.). Nach einer Ecke drosch Herberns Dennis Kaminski das Leder unter die Querlatte des Tores des fehlerlosen und gut dirigierenden Hardter Keepers Stefan Schröder. Der Ball sprang in Wembley-Manier wieder ins Feld und der Schiedsrichter entschied auf Tor – durchaus strittig. Wischerhoff: „In der Situation hätte ich mir gern das Hawk-Eye gewünscht.“

In Minute 60 verwandelte Mitrentsis einen Freistoß direkt zum 2:1. Der Referee erkannte den Treffer aber nicht an, da der Freistoß nicht indirekt ausgeführt wurde. Nur drei Minuten später sah dann Patrick Siegle wegen wiederholten Foulspiels den gelb-roten Karton, mit zehn Akteuren mussten die Hardter die Restspielzeit überstehen. Länger musste Daniel Hennebach noch behandelt werden, dem die Kniescheibe herausgesprungen war, die aber wieder eingerenkt werden konnte. Es blieb letztlich beim 1:1-Remis.

Hardt: Schröder; Hennebach (85. Pelaj), Wellers, Jansen, Seel, Haarmann, Siegle, Mertens (64. Seiffert), Adolf (80. Brefort), Mitrentsis, Pfeifer.

Tore:  0:1 (48./Foulelfmeter) Jansen, 1:1 (55.) Kaminski.

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Siegle (Hardt, 63.) wegen wiederholten Foulspiels.

RW Deuten - Westfalia Gemen 3:0 (1:0)

Dass das Fußballglück am Sonntag auch einmal auf Seiten des Aufsteigers war, zeigte schon die Entstehung des 1:0. Gemen hatte bis dahin das Spiel klar bestimmt, als Steffen Rekers plötzlich wie aus dem Nichts allein aufs Gästetor zustürmte und den Torwart ausspielte. Der Deutener geriet weit nach außen und in vielen anderen Spielen wäre die Chance vielleicht vertan gewesen, doch diesmal klärte ein Gemener Verteidiger den Schuss aus spitzem Winkel mit der Hand, der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt und Tobias Urban verwandelte sicher (14.).

Bis zur Pause war es das mit Deutener Chancen. Dafür stieg auf der Gegenseite die Temperatur im Strafraum der Rot-Weißen zunehmend an. Gemens Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit, doch die Deutener retteten sich in die Pause und in der schien Trainer Frank Frye die richtigen Worte gefunden zu haben.

Seine Mannschaft stand nach dem Seitenwechsel in der Defensive deutlich sicherer. Jan Pohlmann dirigierte seine Nebenleute in der Abwehrkette und vor ihm räumte Kevin Lachs unermüdlich die Gemener Kreativabteilung ab. Deutens Offensivabteilung lauerte unterdessen auf Konter − und die kamen.

In der 59. Minute trug der unermüdliche Lukas Nolte einen dieser Angriffe vor, legte quer auf Simon Wilkes, der Dennis Uhlenbrock in die Gasse schickte. Seinen Schuss konnte der Gemener Keeper noch abwehren, doch gegen Steffen Rekers` Nachschuss war er machtlos.

Keine drei Minuten später dann die Vorentscheidung. Tobias Urban, dem am Sonntag eigentlich nicht viel gelingen wollte, stand völlig frei vorm gegnerischen Tor und lupfte den Ball in einem genialen Moment aus halbrechter Position und zwölf Metern Torentfernung über den Torwart ins lange Eck (62.).

Das gab natürlich Sicherheit, obwohl Gemen nach wie vor versuchte, die Wende zu erzwingen. Gegen die weiterhin gut gestaffelte Deutener Defensive kamen die Gäste aber zu keiner nennenswerten Chance mehr.

RWD-Trainer Frank Frye freute sich am Ende auch am meisten, darüber, dass sein Team erstmals ohne Gegentor geblieben war: „Das war immens wichtig. Die Jungs haben jetzt gesehen, dass sie das schaffen können.“ In der Tabelle rückte Deuten auf Platz 15 vor und liegt zwei Punkte von den Nichtabstiegsrängen entfernt.

RWD: Schmidt; Kersting (87. Höing), Botthof, Uhlenbrock, Pohlmann, Lachs, Goeke, Urban, Rekers, Nolte (84. Peters), Wilkes (83. N. Winter).

Tore:  1:0 Urban (14., Handelfmeter); 2:0 Rekers (59.); 3:0 Urban (62.).

Frauen-Landesliga 3 SSV Rhade - 1. FC Gievenbeck 4:0 (2:0)

Rhade kam besser in die Partie. Schon bevor das 1:0 durch die starke Jule Terstegen gefallen war (9.), hätte Dirk Besslers Mannschaft in Führung gehen können. Beste Möglichkeiten („Wir müssen nach 30 Minuten schon 4:0, oder 5:0 führen“, so Bessler) blieben jedoch ungenutzt, sodass Gievenbeck ein wenig ins Spiel kam. „Eigentlich kam von Gievenbeck nichts, die waren sehr schwach heute“, befand Dirk Bessler, bemängelte jedoch: „Wir waren uns ein wenig zu sicher. Die ein oder andere, wenn auch nicht all zu gefährliche- Torchance ließen wir für den Gast zu.“ Eine der vielen Rhader Möglichkeiten führte dann aber doch vor der Pause zum Tor. Michelle Pagels traf zur 2:0-Halbzeitführung (22.).

Nach der Pause blieben etliche Fahrigkeiten im Rhader Spiel. Dennoch dominierte Besslers Mannschaft den Gast weiter, dieser konnte aus den Ballgewinnen nicht viel Zählbares erzielen. Bessler hoffte auf ein frühes 3:0, dann wäre „Ruhe im Karton“ gewesen, doch er musste bis zur 85. Minute warten, ehe Jokerin Luisa Strauch die Entscheidung für Rhade brachte. Vier Minuten später stellte sie mit ihrem zweiten Treffer den Endstand her.

„Wir müssen dieses Spiel viel früher entscheiden. Ein stärkerer Gegner hätte uns heute vor ein paar Probleme stellen können. Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden“, erklärte Bessler.

SSV: Wigger; Schwering, Schonebeck, Lechtenberg, Ricken, Schulte-Bocholt, Jasper (65. Borneck), Döking (51. Strauch), Terstegen, Nienhaus, Pagels.

Tore:  1:0 Terstegen (9.), 2:0 Pagels (22.), 3:0 Strauch (85.), 4:0 Strauch (89.).