Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Urteil wegen Untreue

Schlecker-Kinder wollen Haftstrafe nicht akzeptieren

Stuttgart Das Landgericht Stuttgart will Lars und Meike Schlecker im Gefängnis sehen. Das wollen die Kinder von Anton Schlecker abwenden und legen Revision ein.

Schlecker-Kinder wollen Haftstrafe nicht akzeptieren

Gegen die Verurteilung zu einer Haftstrafe hat Lars Schlecker Berufung eingelegt. Foto: dpa

Lars und Meike Schlecker wollen ihre Verurteilung zu Gefängnisstrafen nicht widerstandslos hinnehmen. Beide haben Revision gegen die Urteile des Landgerichts Stuttgart vom Montag eingelegt, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag bestätigte. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet.

Den beiden Kindern des einstigen Drogeriemarktunternehmers Anton Schlecker werden Untreue, Insolvenzverschleppung, Bankrott und Beihilfe zum Bankrott ihres Vaters vorgeworfen. Die Stuttgarter Richter verurteilten Lars Schlecker zu zwei Jahren und neun Monaten Haft, seine Schwester zu zwei Jahren und acht Monaten.

Anders als die zweijährige Haftstrafe für ihren Vater Anton Schlecker können die Strafen der Kinder nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.

Anwalt prüft auch das Urteil gegen Anton Schlecker

Anton Schleckers Anwalt ist noch dabei, das Urteil gegen den 73-Jährigen zu prüfen. Auch die Staatsanwaltschaft hat noch nicht entschieden, ob sie Revision einlegen wird. Sie hat dazu eine Woche Zeit. Die Revision geht direkt zum Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Stuttgart Anton Schlecker müsse von der drohenden Pleite gewusst haben, ist das Landgericht Stuttgart überzeugt. Trotzdem schaffte er Millionen beiseite. Nach einem langen Prozess folgt nun der Schuldspruch - für seine beiden Kinder ist die Strafe empfindlich. mehr...

Die Schlecker-Kinder hatten sich selbst nach Überzeugung des Landgerichts unrechtmäßig Gewinne aus der zum Schlecker-Imperium gehörenden Logistik-Firma LDG ausgezahlt - nur Tage bevor der Konzern in die Insolvenz ging. So war die von ihnen verursachte Schadensumme letztlich höher als die ihres Vaters. Deshalb fiel das Urteil gegen Anton Schlecker milder aus.

Das Gericht war mit dem Urteil für den Firmengründer unter der Forderung der Staatsanwaltschaft geblieben, die drei Jahre Haft verlangt hatte. Für Sohn Lars Schlecker hatte die Anklage zwei Jahre und zehn Monate und damit nur geringfügig mehr gefordert, bei Tochter Meike entsprachen die Richter der Forderung der Anklagevertreter.

dpa

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Begrenzte Diesel-Fahrverbote geplant

Berlin/Stuttgart. Am Dienstag wollen die höchsten deutschen Verwaltungsrichter über die Zulässigkeit von Diesel-Fahrverboten entscheiden. Jetzt wird eine Initiative des Verkehrsministeriums bekannt, diese teils einzuführen. Ob Autofahrer und Städte so Sicherheit bekommen, ist ungewiss.mehr...

Wirtschaft

Berliner CDU: Keine weiteren Steuergelder für BER ausgeben

Berlin. Fehlplanungen, Verzögerungen, Baumängel und Erweiterungen lassen die Kosten für den neuen Hauptstadtflughafen immer höher steigen. Nun liegen neue Zahlen auf dem Tisch - und es wächst der Widerstand, weiteres Geld locker zu machen.mehr...

Wirtschaft

VW wendet Abgas-Prozess in den USA ab

Fairfax. Volkswagen hat auf den letzten Drücker den ersten US-Gerichtsprozess im „Dieselgate“-Skandal verhindert. Der Rechtsstreit mit einem Jetta-Besitzer, der wegen manipulierter Abgastechnik auf 725.000 Dollar geklagt hatte, wurde mit Zustimmung des zuständigen Richters beigelegt.mehr...

Wirtschaft

DGB-Chef fordert mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte

Berlin/Frankfurt. In den kommenden Wochen werden in vielen deutschen Betrieben neue Betriebsräte gewählt. Nach Ansicht der Gewerkschaften sind sie gerade wegen der Digitalisierung besonders stark gefordert.mehr...

Wirtschaft

BMW spielte falsche Abgas-Software auf 5er und 7er auf

München/Flensburg. BMW hat 11.700 Dieselautos mit einer falschen Abgas-Software ausgestattet. Das Programm sei für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelt worden, aber vor vier Jahren irrtümlich auch auf 5er und 7er BMW aufgespielt worden, sagte ein Sprecher in München.mehr...

Wirtschaft

Chinesischer Geely-Konzern größter Daimler-Einzelaktionär

Stuttgart/Peking. Bei der Konkurrenz von Volvo ist der chinesische Investor Geely schon länger in Boot. Nun kauft er sich beim deutschen Oberklasse-Autobauer Daimler ein - als größter Einzelaktionär. Was haben die Chinesen mit dem Investment vor, und was nützt es umgekehrt Daimler?mehr...